Nachdem die US-Börsen gestern eine feiertagsbedingte Pause eingelegt hatten, sorgen die Grönland-Ansprüche Donald Trumps und der sich daraus ergebende neuerliche Zollstreit mit der EU am heutigen Dienstag für tiefrote Futures an der Wall Street.
Heard in New York
Beim NASDAQ100 wurde vorbörslich ein Minus von 1,7 Prozent signalisiert. Im S&P 500 sollte dieses bei rund 1,5 Prozent liegen. Nun warten Marktteilnehmer gespannt auf den Auftritt des US-Präsidenten in Davos. Auf dem Weltwirtschaftsforum soll es vornehmlich um seine Grönland-Ambitionen gehen.
Da vonseiten von Trump wohl kein Einlenken zu erwarten ist, nehmen die Unsicherheiten weiter zu. Davon profitiert Gold. Das gelbe Edelmetall erreichte nun das 100. Rekordhoch seit 2024. Darauf verweist Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.
In Euro habe der Goldpreis erstmals die 4.000er-Marke überschritten. Haupttreiber des Anstiegs seien zunehmende geopolitische Spannungen, die Anleger verstärkt in „sichere Häfen“ lenken. Der jüngste Kurssprung zu Handelsbeginn sei vor allem durch neue Entwicklungen im Grönland Konflikt ausgelöst worden.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Dienstagmorgen im Angesicht der neuen Grönland- und Zoll-Unsicherheiten schwächer. Im japanischen Nikkei 225 lag das Minus bei 1,1 Prozent auf 52.991 Punkte. Hier standen zudem die Neuwahlen im Fokus.
So steht´s um den DAX
Der DAX setzt seine schwache Entwicklung am Dienstag fort. Die Analysten bei der Helaba verweisen darauf, dass sich mit dem jüngsten Rücksetzer technische Bild deutlich getrübt habe. RSI, Stochastic und MACD richteten sich gen Süden. Letzterer sei noch im Kauf, wie auch der DMI, der ADX sinke aber ebenfalls.
„Weitere Kursverluste sollten nicht ausgeschlossen werden und eine erste Unterstützung lässt sich am Oktoberhoch bei 24.771 ausmachen. Dicht darunter findet sich auch die 21-Tagelinie und darunter ist das 38,2 % Korrekturlevel bei 24.528 zu erwähnen. Die erwartete ZEW-Stimmungsverbesserung in Deutschland sollte u.E. im Lichte der Zolldrohungen im Grönlandstreit heute nicht zu hoch bewertet werden“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Long-Szenario: Gelingen indes die Rückkehr über die 25.000er-Barriere und die Schließung der gestrigen Kurslücke, würden sich die Blicke wieder auf die 25.500er-Marke und das aktuelle Rekordhoch aus der Vorwoche bei 25.508 richten. Einen Ausbruch auf neue historische Höchststände vorausgesetzt, wäre der Weg anschließend wieder frei von weiteren charttechnischen Hindernissen. Dabei könnte es im größeren Bild auch zu Kursanstiegen in Richtung der 26.000er-Barriere kommen.
Das Short-Szenario: Weitet sich der Rücksetzer mit neuen Abgaben aus, müsste unterhalb des gestrigen Tagestiefs bereits auf das Oktober-Top bei 24.771 geachtet werden. Darunter würden sich das Juli-Hoch bei 24.639 und das August-Top bei 24.536 als mögliche Unterstützungen anbieten. Dreht der DAX auf diesem Niveau nicht wieder nach oben, müsste mit einem Test der Doppelunterstützung aus dem Juni-Hoch (24.479) und dem November-Top (24.441) gerechnet werden. Weitere Haltelinien wären am kurzfristigen GD50 (aktuell bei 24.189) sowie am mittelfristigen GD100 (24.083) mit der 24.000er-Schwelle zu finden.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Turbo OS | UJ5XPH | 21.972,04 | 8,36 |
| Turbo OS | UQ59LP | 22.952,12 | 12,42 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Turbo OS | UP23A9 | 27.922,74 | 8,39 |
| Turbo OS | UM31MA | 26.953,33 | 12,43 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 20.01.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Hierzulande blicken Anleger vor allem auf die ZEW-Konjunkturerwartungen.
Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.








