Apple vor entscheidender Quartalsbilanz

Die Tech-Giganten kehren zurück. Apple & Co. könnten mit Zahlen und vor allem der iPhone-17-Nachfrage den Ton setzen.

(Bildquelle: Pressefoto Apple)

Ganze 14 Sitzungen in Folge konnten Nebenwerte an den US-Börsen den S&P 500 outperformen. Am Montag, dem 26. Januar 2026, war es damit zunächst vorbei. Grund dafür war, dass sich mit Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) und anderen Tech-Größen einige Schwergewichte zurückgemeldet hatten.

„Magnificent 7“ sorgen für Spannung

Zu den Gründen gehört insbesondere die Beruhigung in der Grönland-Frage. Damit können sich Anleger verstärkt auf Unternehmensnachrichten konzentrieren. Von diesen gibt es in dieser Woche eine ganze Menge. Mit Tesla, Microsoft, Meta Platforms und eben Apple werden gleich vier Vertreter der großen „Magnificent 7“ ihre Ergebnisse zum abgelaufenen Dreimonatszeitraum vorstellen. Im Fall des iPhone-Konzerns handelt es sich dabei um das erste Quartal (Ende Dezember) des Geschäftsjahres 2025/26.

Apple bräuchte gute Nachrichten. Schließlich legte die Aktie des Konzerns mit dem Apfel im Logo einen Fehlstart ins Börsenjahr 2026 hin. Seit Jahresbeginn liegt das Kursminus bei rund 6 Prozent. Ursprünglich hatte Apple selbst mit seinen Prognosen für das Quartal überzeugen können, doch Aspekte wie hohe Speicherkosten hatten etwas auf die Stimmung gedrückt. Samik Chatterjee, Analyst bei J.P. Morgan, macht sich in dieser Hinsicht jedoch kaum Sorgen.

iPhone-17-Nachfrage schiebt Anlegersorgen beiseite

Kurz vor der Bekanntgabe der neuesten Zahlen am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss hat er das Kursziel für die Apple-Aktie von 305,00 auf 315,00 US-Dollar angehoben, während das „Overweight“-Rating bestätigt wurde. Der Experte sieht die jüngste Underperformance als gute Einstiegsgelegenheit an. Er traut der Aktie damit einen Kurszuwachs von knapp 25 Prozent zu. Der Analyst glaubt, dass die positiven Daten zur robusten Nachfrage nach dem iPhone 17 von den Bedenken der Anleger hinsichtlich der Auswirkungen des beispiellosen Anstiegs der Speicherkosten auf die Bruttomarge, der potenziellen Preiselastizität der Nachfrage nach dem iPhone sowie von leichten Bedenken aufgrund schwächerer Daten zum Wachstum der App-Store-Services innerhalb des Quartals überschattet worden seien.

Chatterjee geht davon aus, dass die starke Nachfrage nach dem iPhone 17 in Verbindung mit niedrigeren Betriebskosten dazu führen wird, dass Apple Gewinn und Umsatz über den Erwartungen melden wird. Dasselbe erwartet er für die Prognosen für das laufende März-Quartal. Wenn es um die Zeit zwischen Oktober und Dezember 2025 mit dem für Apple sehr wichtigen Weihnachtsgeschäft geht, rechnen Analysten laut FactSet-Konsens derzeit im Schnitt mit einem Umsatz von 138,40 Mrd. US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,67 US-Dollar. Wenn es um das laufende zweite Quartal (Ende März) 2025/26 geht, liegen die FactSet-Konsensschätzungen bei Umsatz und EPS bei 104,93 Mrd. US-Dollar bzw. 1,84 US-Dollar.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Nach einer außergewöhnlich langen Outperformance der Nebenwerte rücken mit der Rückkehr der Tech-Schwergewichte nun wieder die großen Namen an den US-Börsen in den Fokus. Insbesondere die anstehenden Quartalszahlen der „Magnificent 7“ dürften die weitere Marktrichtung prägen. Für Apple steht dabei viel auf dem Spiel: Nach dem schwachen Jahresstart braucht die Aktie positive Impulse. Dafür sollte die starke iPhone-17-Nachfrage sorgen.

Als Alternative zu einem Direktinvestment in Apple käme auch ein Indexzertifikat auf den Magnificent 7 Index (WKN: DA0AC0 / ISIN: DE000DA0AC05) infrage. Bei den Magnificent 7 handelt es sich um die sieben Technologiewerte Meta Platforms, Alphabet, Microsoft, Amazon, Apple, NVIDIA und Tesla.