Bildquelle: markteinblicke.de

Die konjunkturellen Aussichten trüben sich weltweit immer stärker ein. So lagen die jüngsten Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe sowohl in Italien, Frankreich als auch in China unter der wichtigen Marke von 50 Punkten und zeigen damit keine ökonomische Expansion mehr an. Auch der am Donnerstag veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex fällt überraschend deutlich von 59,3 Punkten im Vormonat auf 54,1 Punkte.

Trotz positivem US-Arbeitsmarktbericht von letzter Woche nehmen die Belastungen der Realwirtschaft auch in den USA deutlich zu. US-Präsident Trump und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping stehen unter zunehmendem Erfolgsdruck bei den laufenden Verhandlungen zum Handelskonflikt. Schnelle und umfassende Erfolge sind jedoch aufgrund der Komplexität kaum zu erwarten. Strittig sind nicht nur Zölle, sondern auch der Schutz geistigen Eigentums, Öffnung von Märkten und die Handhabung von Subventionen.

Je länger die Unsicherheit andauert, umso stärker werden die Bremswirkungen spürbar. Der Rückgang der deutschen Industrieproduktion im November um 1,9 Prozent untermauert dies. Weiteren Aufschluss über die konjunkturelle Dynamik in Europa ergeben in dieser Woche Daten zur Industrieproduktion einiger Eurostaaten.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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