Der Freitag an der Börse

Apple kann liefern | Microsoft sorgt für zweithöchsten Tagesverlust in Sachen Marktkapitalisierung

Bildquelle: markteinblicke.de

Softwaretitel wie Microsoft, SAP und ServiceNow sorgten am gestrigen Donnerstag für schlechte Stimmung an den US-Börsen. Laut Barclays-Analyst Alexander Altmann verlor Microsoft gestern 441 Mrd. US-Dollar. Größer war das Minus lediglich bei NVIDIA im Zuge des DeepSeek. Schock mit damals rund 600 Mrd. US-Dollar. Trotzdem hielten sich die Kursverluste an der Wall Street insgesamt in Grenzen.

Heard in New York

Der S&P 500 beendete den gestrigen Donnerstaghandel mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent auf 6.968 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,7 Prozent auf 23.685 Zähler zurücksetzte.

Im Dow Jones Industrial Average stand sogar ein leichte Plus von 0,1 Prozent auf 49.071 Punkte zu Buche. Neben dem Druck auf große Softwareaktien wurde die Stimmung auch durch Sorgen vor einem weiteren US-Regierungs-Shutdown belastet, genauso wie vor verstärkten Spannungen im Nahen Osten.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Freitagmorgen weitgehend schwächer. Im japanischen Nikkei 225 lag das Mius zuletzt bei 0,1 Prozent auf 53.322 Punkte. Negativ beleuchtet wird in der Region weiterhin der indonesische Markt. Die drohende MSCI-Herabstufung führte nun zum Rücktritt des Leiters der indonesischen Börse.

So steht´s um den DAX

Der DAX unternimmt nach dem gestrigen Rücksetzer zum Ende dieser Woche einen Erholungsversuch. Die Analysten bei der Helaba sehen eine erste Unterstützung in Form der 55-Tagelinie bei 24.286 Punkten, gefolgt von der 100- und der 200-Tagelinie. „Widerstände zeigen sich um 25.000. Die 21 Tagelinie ist dort zu lokalisieren, ebenso wie das Wochenhoch“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 30.01.2026, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Können sich die heimischen Blue Chips stattdessen am GD50 (24.313) nach oben abdrücken und danach auch über das Zwischentief vom 21. Januar bei 24.350 steigen, sollte es im nächsten Schritt über die Doppelhürde aus dem November-Top und dem Juni-Hoch (24.441/24.479) gehen. Darüber wäre Platz bis zum August-Top bei 24.536 Zählern, ehe sich die Blicke wieder auf das Juli-Hoch bei 24.639 und auf das Oktober-Top bei 24.771 richten dürften. Oberhalb dieser Hürde würde die 25.000er-Barriere warten, ehe die offene Kurslücke vom 19. Januar geschlossen werden müsste.

Das Short-Szenario: Wird die bearishe Auflösung der Seitwärtsphase mit neuerlichen Abgaben bestätigt, müsste bereits auf die mittelfristige 100-Tage-Linie (aktuell bei 24.152) geachtet werden. Darunter würde die runde 24.000er-Marke in den Fokus rücken, die derzeit mit der trendentscheidenden 200-Tage-Linie (23.936) eine Auffangzone bildet. Kommt es zu einem Wechsel in den formalen Abwärtstrend (wichtig: auf den Schlusskurs achten), könnten im Anschluss die Oktober-Abwärtstrendgerade und das Zwischentief vom 17. Oktober bei 23.684 angesteuert werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ50H7 21.509,84 8,24
Turbo OS UJ4BJB 22.517,82 12,45
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UQ7W64 27.429,90 8,26
Turbo OS UQ7NKH 26.431,57 12,47

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 30.01.2026, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Neben dem Q4-BIP, den neuesten Verbraucherpreisen und den Januar-Arbeitsmarktstatistiken blicken Anleger hierzulande am Nachmittag auch auf die US-Erzeugerpreise.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2026 an der Frankfurter Börse