Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Anleger an der Frankfurter Börse treibt in diesen Tagen die Frage um, ob es sich bei der aktuellen Aufwärtsbewegung um eine typische Rally im Bärenmarkt oder um den Start einer nachhaltigeren Erholung handelt. Wohlwissend, dass die stärksten Rallys in eben solchen Bärenmärkten stattfinden, während in Aufwärtsphasen die Kurse in der Regel langsamer, aber eben stetiger nach oben laufen.

Immerhin hat der Deutsche Aktienindex in den vergangenen sechs Handelstagen um knapp fünf Prozent zugelegt und ist jetzt wieder an dem Punkt angekommen, wo er bereits im Dezember vor der Sitzung der US-Notenbank stand. Wenn der Markt in diesem Tempo weiter steigen würde, stünde er am Jahresende jenseits der 30.000 Punkte. Da die Börse aber bekanntlich keine Einbahnstraße ist, legen wir diese Fantasie schnell wieder ad acta.

Stattdessen ist die Region um die 11.000er Marke für den Verlauf des Jahres wichtig, um zunächst weiteres Potenzial in Richtung 11.700 Punkte zu eröffnen und damit die Chance zu ergreifen, den Bärenmarkt zu beenden. Dafür müssten aber auch die Fundamentaldaten mitspielen und ähnlich wie 2016 keine Rezession aufkommen. Hier aber genau liegt das Problem und die große Unbekannte, denn die Wirtschaftsdaten sind zwar noch nicht so eindeutig schlecht, dass der Markt eine Rezession schon einpreisen muss. Aber sie sind schlecht genug, um das Risiko in alle Anlageentscheidungen einbeziehen zu müssen. Aktuell gibt es für Investoren daher nur zwei Alternativen: Entweder sie fahren auch Sicht und richten ihr Portfolio auf einen ganz kurzfristigen Horizont aus oder aber sie engagieren sich in Aktien mit einem sehr langfristigen Blick in die Zukunft.

Ein Beitrag von Konstantin Oldenburger, CMC Markets, Frankfurt.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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