Wir sind seit mehreren Jahren in venezolanischen Anleihen übergewichtet, wobei sich das Profil der Anlagethese im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Ursprünglich war der Hauptanziehungspunkt das Engagement in den sehr großen Ölreserven Venezuelas.
Im Jahr 2024 führte dann die Aufnahme venezolanischer Anleihen in die Marktindizes zu einer weiteren Nachfrage seitens der Anleger. Die Aussicht auf einen Regimewechsel hatte auch eine grundlegende Neubewertung Venezuelas durch die Märkte ausgelöst, was zu einem Preisanstieg führte.
Derzeit beobachten wir eine weitere Verschiebung, die kurzfristig Raum für einen weiteren Preisanstieg schafft, da die USA offenbar bereit sind, ihre militärischen und finanziellen Ressourcen einzusetzen, um die Ölreserven Venezuelas zu erschließen.
Der venezolanische Ölsektor unterliegt zwar weiterhin strengen US-Sanktionen, doch werden Details zu den Bedingungen für US-Unternehmen, die in den Markt eintreten wollen, erwartet, und erste Anzeichen deuten darauf hin, dass bestehende Teilnehmer eine Ausweitung ihrer Aktivitäten anstreben könnten.
In unseren Portfolios haben wir einige Gewinne aus venezolanischen Positionen mitgenommen, behalten aber eine Übergewichtung bei, da wir davon ausgehen, dass sich die aktuellen Trends vorerst fortsetzen werden.
Ein Beitrag von Federico Garcia Zamora
Er ist Leiter EMD-Makrostrategien bei Insight Investment.
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