Aktuell notiert der Bitcoin bei rund 67.000 US-Dollar. Innerhalb eines Jahres liegt die älteste und wichtigste Kryptowährung mit knapp 32 Prozent im Minus. Entsprechend schlecht lief es zuletzt auch für Aktien mit Bezug zum Bitcoin und anderen Kryptos. Dazu gehört auch Robinhood (WKN: A3CVQC / ISIN: US7707001027).
Kein gutes Zeichen
Die jüngsten Quartalsergebnisse des Trading-Plattform-Spezialisten kamen am Markt überhaupt nicht gut an. So hatte man beispielsweise krypto-bezogene Umsätze in Höhe von 221 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen deutlichen Rückgang um 38 Prozent. Kein gutes Zeichen für einen jungen Bereich, der sich im Wachstum befinden sollte. Zudem blieb man mit dieser Kennzahl unter den Konsensschätzungen von etwa 250 Mio. US-Dollar.
Da half es auch nicht, dass Robinhood konzernweit zwischen Oktober und Dezember 2025 Rekorderlöse in Höhe von 1,28 Mrd. US-Dollar einfahren konnte. Diese lagen jedoch unter den Konsensschätzungen von 1,35 Mrd. US-Dollar. Zumal auch der Blick auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) enttäuschte. Dies hatte unter anderem mit höheren Kosten zu tun. Und diese spielen auch mit Blick auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 eine wichtige Rolle.
Tropfen auf den heißen Stein
Das EBITDA erreichte im abgelaufenen Dreimonatszeitraum 761 Mio. US-Dollar gegenüber Konsensschätzungen von 833 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig prognostiziert das Management für das angelaufene Geschäftsjahr 2026 einen Anstieg der operativen Ausgaben um 18 Prozent. Das Management versuchte wiederum, auf einige positive Entwicklungen hinzuweisen. So habe sich das Wachstum bei der Zahl der aktiven Trader zuletzt beschleunigt. Zudem sei man in neue Wachstumsbereiche wie die Prediction Markets vorgestoßen.
Darüber hinaus habe man Mitte November mit der Einführung von Leerverkäufen begonnen, bei denen bereits ein nominales Handelsvolumen von mehreren Milliarden US-Dollar durch Kunden erzielt worden sei. In den Augen vieler Anleger muss da jedoch deutlich mehr kommen. Die Aktie stand kurz nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich unter Druck – und dies, nachdem das Papier im bisherigen Jahresverlauf bereits rund 24 Prozent an Wert eingebüßt hatte. Über ein Comeback dürfte kurzfristig aber vor allem der Bitcoin entscheiden.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Robinhood steht angesichts des zuletzt schwachen Bitcoin-Marktes und enttäuschender Quartalszahlen unter Druck. Besonders der deutliche Rückgang der Krypto-Umsätze sowie das Verfehlen der Markterwartungen bei Umsatz und EBITDA sorgen für Skepsis. Zwar verzeichnet das Unternehmen Rekorderlöse und setzt mit neuen Angeboten strategische Impulse, doch steigende Kosten und eine zurückhaltende Prognose für 2026 dämpfen die Hoffnung auf eine schnelle Trendwende.
Risikobereite Anleger, die auf ein schnelles Comeback und sogar gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Robinhood setzen möchten, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MN2FWY/ ISIN: DE000MN2FWY7) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.









