KI-Aktien: Enabler und Spezialisten im Fokus

Zwischen Boom und Blase: Die KI-Investmentwelle läuft auf Hochtouren. Wer davon profitieren will, sollte auf die „Schaufelhersteller“ und reale Anwendungen in Tech und Gesundheit setzen – nicht nur auf die großen Namen.

(Bildquelle: pixabay / cliff1126)

Der Technologiesektor ist der zentrale Zukunftssektor der Weltwirtschaft und wird an den Börsen nur sehr ungleich abgebildet. US-Tech und einzelne Mega-Caps dominieren die großen Indizes, während viele technologiegetriebene Small- und Mid Caps – insbesondere in Europa – deutlich weniger Beachtung finden.

Im Fokus stehen Unternehmen, die als „Schaufelhersteller“ die Infrastruktur für KI und Digitalisierung bereitstellen, sowie Plattformmodelle und spezialisierte Anwendungen in Bereichen wie Gesundheit und Finanzdienstleistungen.

Die aktuelle KI-Phase ist als Kombination aus „Blasengefahr und produktivem Boom“ bzw. als eine der produktivsten Goldrauschphasen der jüngeren Wirtschaftsgeschichte zu sehen. Einerseits sehen wir ambitionierte Bewertungen und typische Tech-Blasenmerkmale wie Überinvestition und das Risiko von Überkapazitäten. Andererseits fließen bereits dreistellige Milliardenbeträge pro Jahr in KI-Infrastruktur

Ein einfaches Ja/Nein zur „KI-Blase“ wäre also zu kurz gegriffen. Im Fokus stehen vor allem drei Gruppen von Profiteuren: Enabler, die Rechenleistung und Infrastruktur bereitstellen; etablierte Technologie- und Plattformunternehmen, die KI nutzen, um bestehende Produkte und Prozesse effizienter zu machen; und spezialisierte Anwendungen, die in Bereichen wie Gesundheit, Finanzdienstleistungen oder Industrie sehr konkrete Probleme lösen. Es kommt also darauf an, eher in solchen Enablern und Anwendungen mit nachvollziehbarem Nutzen und soliden Fundamentaldaten investiert zu sein als in den offensichtlichsten Übertreibungen des Marktes.

Ein Kommentar von Marcel Vogler

Er ist Fund Advisor bei TEQ Capital.

 

 

 

 

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