Bildquelle: Pressefoto © voestalpine AG

Nachdem die voestalpine (WKN: 897200 / ISIN: AT0000937503) bereits Ende Oktober 2018 eine Gewinnwarnung aussprechen musste, zeigte sich der österreichische Stahl- und Technologiekonzern nun erneut pessimistischer in Bezug auf seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr.

Neben den Handelsstreitigkeiten und einigen negativen Sondereffekten waren es die Verwerfungen im Automobilsektor, die für die Oktober-Gewinnwarnung verantwortlich waren. Nun führte das Management höhere Kosten beim Hochlaufen von Automobilaktivitäten in den USA als Belastungsfaktor an. Außerdem mussten Rückstellungen wegen einer möglichen Kartellstrafe gebildet werden.

Entsprechend schwach fielen auch die vorläufigen Ergebniszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Dezember) aus. Diese liegen mit einem EBITDA von etwa 1,1 Mrd. Euro und einem EBIT in einer Größenordnung von rund 525 Mio. Euro unter den Erwartungen des Marktes, hieß es zuletzt von Unternehmensseite.

Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses für die ersten neun Monate und der erwarteten Konjunkturabkühlung rechnet das voestalpine-Management im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 (Ende März) nur noch mit einem EBITDA von 1,55 Mrd. Euro und einem EBIT in einer Größenordnung von 750 Mio. Euro. Zuvor wurde ein EBIT bei etwas unter 1 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Im Vorjahr wurde noch ein Wert in Höhe von 1,18 Mrd. Euro erreicht.

FAZIT. Die voestalpine-Aktie beendete das Börsenjahr 2018 mit einem satten Kursminus von rund 47 Prozent. Der Start in das Jahr 2019 war vielversprechend, allerdings machte die zweite Gewinnwarnung innerhalb weniger Monaten die jüngsten Erfolge wieder zunichte. Allerdings sollte der österreichische Stahl- und Technologiekonzern diese schwierige Phase durchstehen können und mittel- bis langfristig für erfreulichere Nachrichten sorgen. Neben der Konsolidierung in der europäischen Stahlbranche winken gute Geschäfte mit der Autoindustrie. Diese benötigt leichte und feste Materialien, um die Revolution der Elektromobilität voranzutreiben.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der voestalpine-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des noch ATX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HX69BQ / ISIN: DE000HX69BQ1) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: HX53ZM / ISIN: DE000HX53ZM3) die Gelegenheit auf fallende Kurse der voestalpine-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine AG

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