Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Schön zu sehen, kaum wird an der Wall Street wieder gehandelt, nimmt auch die Volatilität im Deutschen Aktienindex wieder zu. Am Vormittag testete der DAX gleich zwei Mal den ehemaligen Widerstand bei 11.050 Punkten und beide Male hat er gehalten. Nun, kurz vor Handelsschluss kämpft der Markt erneut mit diesem Niveau, wobei die 11.050 Punkte schon kurz unterschritten wurden.

Sofern der Test am Ende erfolgreich verläuft, könnte sich hier eine neue Unterstützung ausbilden, von der aus sich die Dynamik vom vergangenen Freitag fortsetzen könnte. Da muss dann aber die Wall Street mitspielen, an der heute aufgrund wieder aufkommender Sorgen vor einer Eintrübung des Wirtschaftswachstums auch keine wirkliche Kauflaune aufkommen will.

Der heute Morgen veröffentlichte ZEW-Index stieg zwar leicht an, dürfte aber die Erwartungshaltung vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank damit nicht maßgeblich beeinflussen. Insgesamt besteht für die EZB am Donnerstag kein Grund, etwas an ihrer geldpolitischen Haltung zu ändern. Hier haben die amerikanischen Kollegen schon vorgearbeitet, indem sie mit ihren jüngsten Äußerungen, die Wende in der Geldpolitik flexibel zu gestalten, einen weiteren Absturz der Aktienmärkte verhinderten. Die derzeitige Ruhe können die Notenbanker in Frankfurt nutzen, um weiter abzuwarten und die Situation zu beobachten. Genau das wird es wohl auch sein, was die EZB am Donnerstag den Märkten kommunizieren wird.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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