Bildquelle: Pressefoto © Norbert Steinhauser/SAP SE

Wenn es um die Marktkapitalisierung im deutschen Leitindex DAX geht, kann immer noch niemand SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) das Wasser reichen. Europas größter Softwarekonzern kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 115 Mrd. Euro.

Die derzeitige Nummer zwei, Siemens (WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101), folgt mit einem großen Abstand von etwa 30 Mrd. Euro. Rund 85 Mrd. Euro bringt der Industrieriese derzeit auf die Waage. Dies zeigt, dass sich nicht nur US-Technologieunternehmen, sondern auch heimische Branchenvertreter eines Bewertungsaufschlags erfreuen können. Natürlich hat die hohe Bewertung vor allem etwas mit den guten Aussichten für SAP zu tun.

Der Walldorfer DAX-Konzern liefet sich mit Unternehmen wie Salesforce.com (WKN: A0B87V / ISIN: US79466L3024) oder Oracle (WKN: 871460 / ISIN: US68389X105) einen spannenden Wettkampf um Marktanteile im Geschäft mit Mietsoftware aus dem Internet. Wie wichtig es ist, sich frühzeitig gut zu positionieren zeigt der Umstand, dass SAP regelmäßig hohe Milliardenbeträge für Übernahmen auf den Tisch legt.

Im Vorjahr wurden 8 Mrd. US-Dollar für Qualtrics, ein Unternehmen aus dem Software-Bereich Experience Management (XM), locker gemacht. Und dies, obwohl Konzernchef Bill McDermott kurz zuvor gesagt hatte, dass man nach der Kaufwut der vergangenen Jahre für eine Weile auf milliardenschwere Zukäufe verzichten wollte. Das Management wird sich jedoch etwas dabei gedacht haben. Außerdem zeigt das starke Cloud-Wachstum, dass sich solche Übernahmen langfristig lohnen.

Letztlich waren es auch solche Übernahmen, die die SAP-Umsätze im Jahr 2018 angetrieben haben. Konzernweit lagen die Erlöse bei 24,7 Mrd. Euro. Ein Plus von 5 Prozent. Währungsbereinigt wäre sogar ein Plus von 11 Prozent drin gewesen. Der Nettogewinn kletterte dagegen lediglich um 1 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte schrumpfte der Gewinn sogar um 3 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro. Die vielbeachtete operative Marge konnte gerade einmal um 0,1 Prozentpunkte auf 29,0 Prozent nach oben geschraubt werden. Allerdings hat das Management einige ambitionierte Ziele formuliert.

Bis 2023 sollen die konzernweiten Umsatzerlöse auf über 35 Mrd. Euro gesteigert werden. Dazu soll vor allem das wachstumsstarke Cloud-Geschäft beitragen. In 2018 lagen die Cloud-Subskriptions-und-Supporterlöse bei 5,0 Mrd. Euro. Für 2019 wird ein währungsbereinigtes Wachstum dieses Bereichs um 33 bis 39 Prozent auf 6,7 bis 7,0 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Das bereinigte Betriebsergebnis soll um 7,5 bis 11,5 Prozent auf 7,7 bis 8,0 Mrd. Euro zulegen, nach 7,2 Mrd. Euro in 2018. Außerdem sollen die konzernweiten Umsatzerlöse laut Managementprognose stark steigen, jedoch etwas geringer als das Betriebsergebnis.

Noch kann SAP auf der Ergebnisseite keine Bäume ausreißen, dafür fällt das Wachstum umso beeindruckender aus. Zudem freute es Finanzvorstand Luka Mucic mitzuteilen, dass der Auftragseingang im vierten Quartal um 18 Prozent angestiegen sei. Damit sei der Wert für das Gesamtjahr zum ersten Mal über 10 Mrd. Euro geklettert. Alles andere als eine schlechte Grundlage für weiteres Wachstum. Zudem dürfte ein unternehmensweites Restrukturierungsprogramm dabei helfen, die Kosten besser in den Griff zu bekommen.

Anleger, die von der Stärke von SAP überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Faktor 4x Long auf SAP (WKN: MF1H2H / ISIN: DE000MF1H2H1) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Faktorzertifikat (WKN: MF1J1H / ISIN: DE000MF1J1H1) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

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