Dank der Kursrallye der vergangenen Jahre hatte die Aktie von Siemens Energy (WKN: ENER6Y / ISIN: DE000ENER6Y0) luftige Höhen erreicht. Nicht einmal Donald Trumps Versuche, dem Energietechnikkonzern mit dem zwischenzeitlichen Baustopp von Windparks in den USA Knüppel zwischen die Beine zu werfen, konnten den DAX-Konzern aufhalten. Mit dem Iran-Krieg scheint es etwas anders auszusehen.
Gewinnmitnahmen bei Siemens Energy
Im Vergleich zum Ende Februar erreichten Hoch bei 171 Euro hat die Aktie von Siemens Energy rund 18 Prozent an Wert verloren. In der gleichen Zeit hat der deutsche Leitindex DAX „lediglich“ etwa 10 Prozent an Wert verloren. Hier dürften aber auch Gewinnmitnahmen eine große Rolle gespielt haben. Allein 2026 hatten die Anteilsscheine in der Spitze eine Kursperformance von rund 43 Prozent hingelegt.
Angesichts der erreichten Bewertung wird auch die Fallhöhe größer. Darüber hinaus steigen die Erwartungen an die Geschäftszahlen weiter an. In dieser Hinsicht scheint das Unternehmen jedoch in Kürze gute Nachrichten parat zu haben. Nachdem Siemens Energy einen sogenannten „Pre-Close-Call“ abgehalten hatte, nutzten einige Experten die Gelegenheit, um sich weiterhin positiv gegenüber Siemens Energy zu äußern.
Starke Aussichten für den DAX-Konzern
Jefferies-Analyst Lucas Ferhani bestätigt im Fall der Siemens-Energy-Aktie das „Buy“-Rating und das Kursziel von 164,00 Euro. Aktuell würde dies einem Kurspotenzial von rund 17 Prozent entsprechen. Das Update des Unternehmens habe beruhigend gewirkt. So würde sich der Krieg im Nahen Osten nicht auf Logistik, Lieferketten oder die Nachfrage des Energietechnikkonzerns in der Region auswirken. Neben soliden Fundamentaldaten in den Bereichen Gas und Netze sieht der Experte zudem die Windsparte auf Kurs zur Erreichung der Gewinnschwelle.
Phil Buller ist sogar noch deutlich optimistischer. Der J.P.-Morgan-Analyst führt die Siemens-Energy-Aktie weiterhin mit einem „Overweight“-Rating und einem Kursziel von 200,00 Euro. Damit sieht er einen möglichen Kurszuwachs von rund 43 Prozent. Während der „Pre-Close-Call“ auf ein starkes zweites Quartal hindeuten würde, sieht der Experte mittelfristig weiterhin attraktive Aussichten – unabhängig davon, wie lange der Iran-Krieg andauern wird. Die positiven Aussichten werden bei Siemens Energy unter anderem durch den enormen Energiehunger im Bereich der KI-Rechenzentren angefacht, sodass sich auch Investitionen in den USA lohnen.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Trotz der jüngsten Kursrückgänge bleibt die langfristige Perspektive für Siemens Energy insgesamt positiv. Der Rückgang der Aktie seit dem Hoch dürfte auch auf Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye der vergangenen Jahre zurückzuführen sein. Zwar sorgen geopolitische Unsicherheiten wie der Iran-Krieg kurzfristig für Nervosität am Markt, doch sprechen strukturelle Wachstumstreiber wie der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren für weiteres Kurspotenzial.
Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Siemens Energy setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MN3PR2 / ISIN: DE000MN3PR28) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.









