Der Iran-Krieg hat nicht nur die Weltpolitik, sondern auch die Aktien- und Energiemärkte ordentlich durcheinandergewirbelt. Wie in jeder turbulenten oder konjunkturschwachen Phase gibt es auch dieses Mal Unternehmen, die in vielerlei Hinsicht eher als andere dafür geeignet sind, diese Phase zu meistern.
Energiepreise gehen durch die Decke
Sowohl Brent als auch die US-Ölsorte WTI hatten zuletzt die Marke von 110 US-Dollar je Barrel hinter sich gelassen. Wenn es um weitere Preissteigerungen infolge eines fortgesetzten Kriegs im Iran und einer weiteren Sperrung der Straße von Hormus geht, scheinen den Preisfantasien derzeit kaum Grenzen gesetzt zu sein. Davon profitieren letztlich auch Energieunternehmen. So konnte die Aktie des Öl- und Gasriesen Chevron seit Anfang 2026 rund 30 Prozent an Wert zulegen.

Auch für Unternehmen wie Halliburton, die Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen aus der Erdöl- und Energieindustrie anbieten, sind dies gute Nachrichten. Auch im Fall von Halliburton (WKN: 853986 / ISIN: US4062161017) kann sich die Kursperformance seit Anfang 2026 mit einem Plus von rund 33 Prozent mehr als sehen lassen. Zumal das Unternehmen auch vor dem Iran-Krieg von der Politik der Trump-Regierung im Hinblick auf deren Vorlieben für fossile Energieträger profitiert hatte.
Ungewöhnliche Allianzen
Dass wir uns jedoch bereits vor Ausbruch des Iran-Kriegs in ungewöhnlichen Zeiten befunden hatten, zeigt ein Blick auf den Energiehunger im Zuge des KI-Booms. Selbst Technologiekonzerne, die sich in den vergangenen Jahren allzu gerne ein „grünes“ Image zugelegt hatten, sehnen sich nach dem letzten bisschen Energie – unabhängig davon, aus welchen Quellen diese kommen mag.

So ist es längst in den USA üblich, dass Atomkonzerne Kooperationen zur Energieversorgung mit Tech-Riesen eingehen. Dies sind wiederum gute Nachrichten für Unternehmen wie den kanadischen Uran-Produzenten Cameco (WKN: 882017 / ISIN: CA13321L1085). Wie stark Cameco inzwischen gefragt ist, zeigt der Umstand, dass sich der Wert der Aktie innerhalb eines Jahres nahezu verdreifacht hat. Darüber hinaus gibt es viele weitere Unternehmen, die sich in der aktuellen, von Turbulenzen geprägten Phase sehr gut behaupten können.
Mein Fazit
Der Iran-Krieg verdeutlicht einmal mehr, wie stark geopolitische Konflikte die globalen Energie- und Finanzmärkte beeinflussen können. Steigende Ölpreise und die Unsicherheit rund um wichtige Transportwege wie die Straße von Hormus schaffen kurzfristig Gewinner – insbesondere klassische Energieunternehmen und Dienstleister der Ölindustrie. Gleichzeitig zeigt der anhaltende Energiehunger durch neue Technologien wie KI, dass selbst Unternehmen mit ehemals starkem Fokus auf erneuerbare Energien zunehmend pragmatischer agieren und nach möglichst zuverlässigen Energiequellen suchen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Gründe, warum sich einige Unternehmen in schwierigen Börsenphasen robuster als andere präsentieren und daher als „stabil“ bezeichnet werden können.
Anleger, die auf eine ganze Auswahl von Unternehmen wie Halliburton und Cameco setzen wollen, deren Geschäfte konjunkturrobust sind und deren Aktien eine vergleichsweise hohe Kursstabilität aufweisen, könnten einen Blick auf das Indexzertifikat auf den Stabile Werte Index (WKN: DA0ABL / ISIN: DE000DA0ABL9) werfen. Dieser enthält unter anderem Berkshire Hathaway, Microsoft, Barrick Mining aber auch Xetra-Gold.








