Bildquelle: markteinblicke.de

Das Zinsjahr 2019 ist in der privaten Baufinanzierung nahe historischer Tiefststände gestartet. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen liegen in vielen Fällen unter 1,3 Prozent. Und fundamental wird sich das im Jahresverlauf aller Voraussicht nach nicht ändern, wie eine aktuelle Umfrage des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp unter Experten deutscher Kreditinstitute zeigt.

Waren im Dezember noch alle befragten Experten von leicht steigenden Zinsen im Jahresverlauf ausgegangen, so halten nun auch einige Analysten laut Interhyp-Angaben mittel- bis langfristig gleichbleibende Zinsen für realistisch – mit Blick auf politische und konjunkturelle Unsicherheiten. Allerdings prognostizieren noch immer sieben der zehn befragten Kreditinstitute leicht steigende Zinsen im Jahresverlauf, heißt es weiter.

Die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Brexits werden als weiterhin gravierend eingestuft, und die Wirtschaft in der Eurozone stagniert im Januar nahezu. Die USA leiden unter den Nachwehen des Shutdowns ebenso wie unter dem Handelsstreit mit China. In Frankreich ist eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums durch die Gelbwestenproteste möglich. In Italien bleibt die Bankenlandschaft instabil. In diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld gibt es eine gute Nachricht – zumindest für Finanzierungswillige. Die Unsicherheiten führen zu einer starken Nachfrage nach sicheren Anleihen und die Renditen dafür sinken. So liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe derzeit unter 0,2 Prozent. Das führt weiterhin zu niedrigen Bauzinsen, da sich diese an den Renditen der langfristigen Anleihen und Pfandbriefe orientieren, so Interhyp.

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “marktEINBLICKE Auf die Schnelle” (Wochentags) und “marktEINBLICKE D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: markteinblicke.de

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei