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Nach den Kursverlusten zum Ende der vergangenen Woche konnte der DAX am heutigen Montag eine deutlich bessere Performance an den Tag legen. Allerdings bleibt die Frage, ob es sich dabei nur um ein Strohfeuer gehandelt hat.

Das war heute los. Es könnte lediglich eine kurzfristige Gegenbewegung nach der jüngsten Kursschwäche gewesen sein. Im Fokus stand im DAX heute der Kampf um die psychologisch wichtige 11.000-Punkte-Marke. Die Kurse wurden hierzulande durch einen positiven Handelsauftakt an der Wall Street gestützt, allerdings wollte sich auch an den US-Börsen keine wahre Euphorie einstellen. Schließlich droht dort eine erneute Haushaltssperre, da sich die Demokraten und Republikaner im Kongress nicht über die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko einigen können.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX konnte sich vor allem die Wirecard-Aktie (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) auszeichnen. Das Papier legte zeitweise einen Kurssprung von rund 8 Prozent hin. Damit zeigte sich eine positive Gegenbewegung, nachdem der Zahlungsabwickler aus Aschheim bei München in den vergangenen Tagen aufgrund einiger Vorwürfe der „Financial Times“ zu mutmaßlichen Bilanz-Unregelmäßigkeiten in Singapur regelrecht abgestürzt war. In den kommenden Tagen könnten weitere deutliche Kursausschläge folgen, schließlich ist das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen. Das Unternehmen hat angekündigt, rechtlich gegen die „Financial Times“ und seine „unethische“ Berichterstattung vorzugehen.

Deutlich schwächer entwickelten sich Automobilwerte, nachdem die Daimler-Pkw-Marke Mercedes-Benz für den Monat Januar einen weltweiten Absatzrückgang um 6,7 Prozent gemeldet hatte. Mit einem zwischenzeitlichen Kursminus von knapp 1,5 Prozent verzeichnete dabei jedoch die BMW-Aktie (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) die größten Verluste, während die Daimler-Aktie (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) die meiste Zeit kaum verändert notierte.

Im Fokus stand heute auch die Deutsche Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004). Die Aktie des ehemaligen Staatsmonopolisten kletterte nach einem „FAZ“-Bericht zeitweise um mehr als 3 Prozent in die Höhe. Demnach soll die Deutsche Post das Briefporto etwas später als gedacht anheben, jedoch soll die geplante Erhöhung deutlich stärker ausfallen als erwartet – von 85 bis 90 Cent ist die Rede.

Das steht morgen an. Am morgigen Dienstag werden weder hierzulande noch in den USA marktbewegende Konjunkturdaten veröffentlicht. Etwas interessanter geht es dagegen auf der Unternehmensseite zu. Während der Handelskonzern Metro (WKN: BFB001 / ISIN: DE000BFB0019) und thyssenkrupp (WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001) ihre neusten Quartalsergebnisse präsentieren, hält der Reisekonzern TUI (WKN: TUAG00 / ISIN: DE000TUAG000) seine Hauptversammlung ab. Dieser hatte Anleger vor wenigen Tagen mit einer Gewinnwarnung verschreckt. Entsprechend gespannt werden Investoren auf die Aussagen des Managements achten.

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