Neben dem Iran-Krieg ist es derzeit eine der wichtigsten Fragen an den Aktienmärkten: Profitieren Softwareunternehmen von der KI oder werden sie in vielen Bereichen durch KI-Agenten ersetzt? Besonders interessant ist diese Frage bei CrowdStrike (WKN: A2PK2R / ISIN: US22788C1053) und vielen anderen Cybersecurity-Werten.
Anthropic sorgt wieder einmal für Gesprächsstoff
In den vergangenen Tagen sorgte erneut ein neues KI-Modell von Anthropic für Gesprächsstoff. Dabei handelt es sich bei „Claude Mythos“ ausgerechnet um ein Modell, das gut darin sein soll, Schwachstellen in gängigen Betriebssystemen und Webbrowsern zu erkennen und auszunutzen.
Dieses wird ausgewählten Unternehmen und Organisationen zur Verfügung gestellt, damit sie Schwachstellen in ihrer Software schließen können. Und genau zu diesem System hätten sich laut Bloomberg einige wenige Unbefugte Zugang verschafft. Damit wird klar, dass solche Modelle im Hinblick auf das Thema Internetsicherheit Segen und Fluch zugleich sein können.
„Mythos“ als Chance und nicht als Gefahr
KeyBanc-Analyst Eric Heath sieht zumindest in Bezug auf CrowdStrike keine Gefahr. Daher hat er CrowdStrike von „Sector Weight“ auf „Overweight“ hochgestuft. Das Kursziel von 525,00 US-Dollar wird dabei bestätigt, was derzeit einem Kurspotenzial von etwa 17 Prozent entsprechen würde. Die Aktie des Cybersecurity-Spezialisten sollte aus Analystensicht zulegen, auch wenn die begrenzte Veröffentlichung von Anthropics „Mythos“ das Vertrauen einiger Anleger in den Softwaretitel auf die Probe stellt.
Anleger würden befürchten, dass Mythos CrowdStrike und andere Sicherheitsanbieter verdrängen könnte. Laut Heath sollte CrowdStrike in einer Sicherheitslandschaft nach Mythos jedoch nicht nur überleben, sondern florieren, da die durch die Bedenken im Zusammenhang mit der Vorstellung des KI-Modells ausgelösten Ausgaben steigen werden. Der Experte sieht Mythos als Katalysator für die Aufstockung von Sicherheitsbudgets.
Die Breite und Tiefe der Falcon-Plattform sei gut positioniert, um von kurzfristigen „Hygiene-Prioritäten“ sowie von langfristigen Anforderungen an die Laufzeitverteidigung zu profitieren, ebenso wie von einer starken Abwehrfähigkeit gegenüber dem Risiko einer KI-Disruption und einem zusätzlichen Wettbewerbsvorteil durch die Einbindung von Glasswing. Der Analyst fügt hinzu, dass CrowdStrike über Angebote verfüge, die unter anderem in Bezug auf Laufzeit, Breite und Umsetzung wahrscheinlich besser abschneiden würden als KI-Modelle.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Die Diskussion rund um KI-Modelle wie „Claude Mythos“ zeigt vor allem eines: Künstliche Intelligenz wird die Cybersecurity-Branche grundlegend verändern. Zwar können leistungsfähige KI-Systeme sowohl zur Aufdeckung als auch zur Ausnutzung von Sicherheitslücken eingesetzt werden, doch genau diese Dualität erhöht den Bedarf an professionellen Sicherheitslösungen erheblich. Für Unternehmen wie CrowdStrike könnten daher die Chancen überwiegen.
Neben CrowdStrike rechnen sich viele andere Branchenvertreter einiges an Wachstumspotenzial im Internetsicherheitsbereich aus. Aus diesem Grund dürfte ein Blick auf das Indexzertifikat auf den Cybersecurity Index (WKN: DA0AB8 / ISIN: DE000DA0AB89) interessant und lohnenswert sein.









