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Besonders in den USA zogen die Aktienkurse seit Anfang 2019 deutlich an. Der S&P 500 liegt schon Mitte Februar mit ca. 12 Prozent im Plus. Aber auch der DAX mit sieben Prozent und europäische Aktien konnten zulegen.

Angesichts dieser Entwicklung ist erstaunlich, dass die Renditen für Bundesanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit zuletzt noch einmal stark auf ca. 0,11 Prozent p.a. gesunken sind. Während an den Aktienbörsen also Optimismus bzgl. der künftigen Geschäftslage der Unternehmen eingepreist wird, ist man auf der Zinsseite vorsichtiger.

Sicher spielen auch der nachlassende Inflationsdruck und die kaum noch vorhandenen Erwartungen eines ersten Leitzinsschrittes durch die EZB in 2019 für die Zinsentwicklung eine Rolle. Trotzdem entspricht das extrem niedrige Renditeniveau eher einer anstehenden Rezession als einer kurzen Wachstumsdelle.

Mehr Aufschluss über die konjunkturellen Perspektiven bringen diese Woche die vorläufigen Februar-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Deutschland, Frankreich und die USA sowie am Freitag der ifo-Geschäftsklimaindex.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Deutsche Börse AG

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Gast

Sehr geehrter Herr Mumm,

vielen Dank für dieses Update. Es wird sicher spannend sein, die zukünftigen Entwicklungen des Zinsniveaus zu beobachten. Insbesondere dann wenn sich die Lücke zwischen den Leitzinsniveaus von z.B. den USA und der Eurozone weiter vergrößern sollte. Dann ist die Frage, ob Kapital in großem Umfang abwandert.

Viele Grüße
Christian

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