Bildquelle: Pressefoto Goldcorp.

Gold-Fans wurde zuletzt einiges geboten. Unter den Goldminenbetreibern läuft derzeit eine Fusions- und Übernahmewelle. Anfang 2019 finalisierte Barrick Gold (WKN: 870450 / ISIN: CA0679011084) die Übernahme des Rivalen Randgold Resources. Die Kanadier dachten, dass sie auf diese Weise Marktführer bleiben können. Allerdings legte Newmont Mining (WKN: 853823 / ISIN: US6516391066) aus Denver im US-Bundesstaat Colorado nach und kündigte die Übernahme des kanadischen Konkurrenten Goldcorp (WKN: 890493 / ISIN: CA3809564097) an.

Der rund 10 Mrd. US-Dollar schwere Deal soll im zweiten Quartal 2019 über die Bühne gehen. Das entstehende Unternehmen Newmont Goldcorp will Anlegern nicht nur die größten Goldreserven in der Branche bieten, sondern auch die höchste Ausschüttung an die Anteilseigner. Dazu könnte es jedoch gar nicht erst kommen. Barrick Gold konnte es offenbar nicht auf sich sitzen lassen, abgehängt zu werden. Aus diesem Grund haben die Kanadier nun ihrerseits ein Auge auf Newmont Mining geworfen, um den ultimativen Deal am Goldminenmarkt zu bewerkstelligen.

Allerdings war Gold zuletzt nicht nur aufgrund der Veränderungen im Bereich Goldminenwerte im Gespräch. Das gelbe Edelmetall hat insbesondere zum Jahresende 2018, als die Börsen regelrecht verrückt spielten, seinen Status als „Sicherer Hafen“ zementiert. Während die Aktienkurse purzelten, legte der Goldpreis sogar zu.

Die Preisrallye ging Anfang 2019 weiter. Inzwischen haben die Goldnotierungen sogar die Marke von 1.300 US-Dollar pro Feinunze hinter sich gelassen. Während Anleger im Zuge der zwischenzeitlichen Börsenturbulenzen Gold als Sicherheitsinvestment wiederentdeckten, sorgt auch die Fed für die Aussicht auf steigende Goldpreise.

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen im Jahr 2018 insgesamt vier Mal angehoben. Diese liegen inzwischen bei 2,25 bis 2,50 Prozent. Am Markt wird damit gerechnet, dass es in 2019 auf keinen Fall vier Leitzinserhöhungen werden dürften. Einige Marktteilnehmer spekulieren angesichts der jüngsten Marktunsicherheiten (Handelsstreit, Brexit, …) und der selbst in den USA erwarteten Konjunkturabkühlung darauf, dass die Fed die Leitzinsen sogar senken könnte. Eine lockere Geldpolitik ist positiv für die Goldpreis-Bullen. Dies schwächt den US-Dollar, was die in der US-Währung erfolgte Goldbeschaffung vergünstigt. Außerdem werden zinsgebundene Alternativen zu Gold wie Staatsanleihen unattraktiver.

Zudem könnte Gold erneut als „Sicherer Hafen“ gefragt sein. Das Brexit-Chaos geht unvermindert weiter. Der Höhepunkt steht Ende März an. Zudem ist der Handelsstreit zwischen China und den USA trotz einiger Fortschritte noch nicht gelöst. Die kommende Europawahl könnte wiederum einigen populistischen und EU-kritischen Parteien Auftrieb verleihen. Schließlich ist die Wahlbeteiligung bei Europawahlen in der Regel relativ niedrig. Zudem werden diese von den Wählern gerne für einen Denkzettel für die Regierungsparteien genutzt. Gold könnte bei Anlegern in diesen turbulenten Zeiten für ruhige Nächte sorgen.

Anleger, die von steigenden Goldnotierungen überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Faktor 3x Long auf Gold (WKN: MF7E5A / ISIN: DE000MF7E5A6) gehebelt von Preissteigerungen profitieren.

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Bildquelle: Pressefoto Goldcorp.

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