Bildquelle: Pressefoto Bilfinger SE

Der im Vorjahr vollzogene Umzug in eine neue Mannheimer Konzernzentrale bedeutete für Bilfinger (WKN: 590900 / ISIN: DE0005909006) eine Art Neuanfang. Die vergangenen Jahre waren beim SDAX-Unternehmen von Krisen gekennzeichnet. Umfangreiche Umbaumaßnahmen wurden erforderlich. Die Umstrukturierung ist immer noch im Gange, kam zuletzt jedoch gut voran. Dabei hat sich das Unternehmen längst vom Baukonzern früherer Tage verabschiedet. Heutzutage steht das Erbringen von Industriedienstleistungen im Mittelpunkt.

Außerdem sollen die vielen Probleme der Vergangenheit angehören. Zur Vergangenheitsbewältigung gehört es aber offenbar auch, Schadenersatz von ehemaligen Vorständen zu fordern. Darunter auch vom früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Den früheren Vorstandsmitgliedern werden Pflichtverletzungen bei der Implementierung eines ordnungsgemäßen Compliance-Management-Systems vorgeworfen. Einzelne ehemalige Vorstandsmitglieder haben darüber hinaus nach Ansicht des jetzigen Aufsichtsrats im Zusammenhang mit Übernahmen und Fusionen Pflichtverletzungen begangen.

Bei Bilfinger will man sich jedoch nicht nur mit juristischen Fragen beschäftigen. Das eigentliche operative Geschäft konnte sich zuletzt wieder etwas mehr sehen lassen. Dies sahen offenbar auch Anleger so. Die jüngste Zahlenbekanntgabe sorgte dafür, dass der Kurs der Bilfinger-Aktie regelrecht in die Höhe schoss und sich von seinem Zwischentief bei 24,24 Euro entfernte. Innerhalb von rund zwei Wochen erzielte der SDAX-Wert ein Kursplus von rund 40 Prozent. Anleger zeigten sich vor allem von der Auftragsentwicklung angetan.

Im Geschäftsjahr 2018 legte der Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 10 Prozent zu. Organisch lag das Plus sogar bei 10 Prozent auf 4,46 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf 2,82 Mrd. Euro und lag damit um 11 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 4,15 Mrd. Euro, organisch nahm er sogar um 6 Prozent zu. Das bereinigte EBITA lag mit 65 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 3 Mio. Euro, der allerdings durch Risikovorsorgen für Altprojekte in den USA belastet war. Bezogen auf die Umsatzerlöse betrug die bereinigte EBITA-Marge 1,6 Prozent, nach 0,1 Prozent im Vorjahr. In einigen Jahren will man die 5-Prozent-Marke geknackt haben. Die Anteilseigner sollen für 2018 wie im Vorjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie erhalten.

Im kommenden Jahr soll die Erholung eine Fortsetzung finden. Das Management geht für 2019 von einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte EBITA rechnet Bilfinger mit einer deutlichen Steigerung auf einen Wert von mehr als 100 Mio. Euro. Allerdings bleibt die Konjunkturabhängigkeit des Geschäfts ein Problem. Über die jüngste Ölpreiserholung sollten sich wiederum Bilfinger und seine Kunden gefreut haben. Zudem dürften Schnäppchenjäger und Turnaround-Trader nach der zwischenzeitlichen Kursdelle weiterhin die Bilfinger-Aktie im Blick haben.

Anleger, die von der Stärke von Bilfinger überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat 5x Long auf Bilfinger (WKN: MF2LED / ISIN: DE000MF2LED7) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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