Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Das war dann ja wohl mal eine eher schwierige Handelswoche. Weshalb wir übrigens auch unsere geplanten Trades zunächst aufgeschoben haben, aber dazu später mehr. Jedenfalls fiel der Dow Jones, fangen wir einfach mal mit dem an, wieder deutlich unter die 26.000er-Marke zurück. Setzte dabei im Wochen- bzw. Monatstief bei 25.364 Punkten auf und stellte damit sogar den Halt bei 25.500 noch einmal auf die Probe. Wie dieser Belastungstest ausgeht, werden wir sehen, denn zunächst einmal konnte der Index diese Haltelinie nicht verteidigen (Schlusskurs Donnerstagabend 25.473). Auch in Asien rutschen die Indizes zum Ende der Woche auf breiter Front ins Minus. Die Konsolidierung der jüngsten Kursgewinne ist damit in vollem Gang, und die Gründe dafür sind ebenso vielschichtig wie bekannt: Konjunktursorgen, Wachstumsängste, Abkühlung der Weltwirtschaft – viele Namen, ein Problem: Den Märkten fehlt im Augenblick die große Vision. Beziehungsweise der Impuls, der den nächsten Aufwärtsschub rechtfertigt. Das gilt auch für den DAX:

Der steckte über die närrischen Tage zunächst in dem Bremsbereich zwischen der Volumenspitze bei 11.600 und der -kante bei 11.650 fest, kam damit über das Wochenhoch bei 11.653 am Mittwoch nicht hinaus. Diese Barriere können wir uns daher auch gleich für die Oberseite merken, allerdings bleiben wir aus aktuellem Anlass zunächst noch beim Blick nach unten. Denn der DAX nimmt derzeit Kurs auf den ersten Haltebereich bei 11.400 Punkten, der zusammen mit dem alten Januar-Top bei 11.372 und einer weiteren Volumenkante geradezu prädestiniert ist als Wendemarke für ein (trendbestätigendes) Pullback. Sollten die Kurse dort jedoch keinen Halt finden, steht eine Etage tiefer (11.330/11.300) sogar eine Kreuzunterstützung bereit, denn dort würden die Blue Chips auf die mittlere 2018er-Abwärtstrend- sowie die 2019er-Aufwärtstrendgerade treffen. Und spätestens dort sollte dann der Turnaround nach oben erfolgen, da andernfalls das bullishe Szenario abgehakt werden müsste. Und die Oberseite?

Borussia DAX

Die ist im Augenblick so ein bisschen wie… Borussia Dortmund. 9-Punkte-Vorsprung verspielt, Pokal und Champions-League vergeigt. Aber immer noch im Spiel um die Meisterschaft! Und das lässt sich 1:1 auf den DAX übertragen – sobald die Notierungen wieder nach oben durchstarten und dabei die Volumenspitze bei 11.600 sowie die, hier kommt unser Reminder, Volumenkante bei 11.650 per Tagesschluss kassieren, könnte es – über das amtierende 2019er-Top bei 11.677 hinweg – erneut in Richtung 11.727 (hier bremst noch einmal das alte 2018er-Märztief) sowie den GD200 gehen. Der verläuft mittlerweile bei 11.826 und damit quasi auf halber Strecke zur Nackenlinie der großen SKS-Formation bei 11.869 bzw. der 12.000er-Barriere. Dieser Widerstand dürfte dann wieder etwas schwieriger werden, denn da versperrt eine weitere Volumenspitze den Weg, gut möglich, dass sich die Kurse da etwas länger aufhalten. Aber das sehen wir dann, wenn wir dort angekommen sind!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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