Dank einer Entspannung bei den Ölpreise und einem Comeback bei KI- und Halbleiterwerten konnte die Wall Street am gestrigen Donnerstag Kurszuwächse feiern. Die heutigen Freitags-Futures zeigen sich dagegen zunächst wenig bewegt.
Heard in New York
Gestern hatte der NASDAQ Composite mit einem Zugewinn von 1,3 Prozent bei 26.206 Punkten geschlossen, während der S&P 500 um 0,8 Prozent auf 7.543 Zähler zulegen konnte. der Dow Jones Industrial Average legte um 0,3 Prozent auf 52.487 Zähler zu. Neben den KI- und Halbleiterwerten sowie den Bewegungen bei den Ölpreisen stand die Fed im Fokus.
Laut Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, verdeutlichen die Protokolle der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank vom 16./17. Juni 2026 Meinungsunterschiede innerhalb der Fed hinsichtlich des weiteren Zinspfads. Während ein Teil der Mitglieder von einer nachlassenden Inflation ausgehen würde und daher Zinssenkungen bis Jahresende für angemessen hält, sehen andere weiterhin Inflationsrisiken und schließen zusätzliche Zinserhöhungen nicht aus.
Konnichiwa Tokio!
Die asiatischen Börsen folgten der Wall Street und zeigten sich am Freitagmorgen stärker. SoftBank konnte um rund 11 Prozent zulegen. Davon profitierte auch der japanische Nikkei 225. Dieser legte zuletzt um 1,4 Prozent auf 68.677 Punkte zu.
So steht´s um den DAX
Der DAX setzt seinen Stabilisierungskurs oberhalb der Marke von 25.000 Punkten am Freitag fort. Positiv zu beurteilen ist laut Aussagen der Helaba-Analysten, dass die 21-Tagelinie (25.008) zurückerobert werden konnte. Dagegen stimme das Indikatorenbild wenig zuversichtlich.
„Zudem ist die seit Mitte März aufsteigende Trendlinie in Gefahr, nachhaltig durchbrochen zu werden. Haltemarken fänden sich dann bei 24.725 (55T), 24.547 (Tief Ende Juni) und bei 24.358 (38,2 %). Sollte es doch zu einer Erholung kommen, zeigen sich Hürden bei 25.438 und am Allzeithoch bei 25.900“, heißt es weiter.
So handeln Sie heute den DAX
Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.
Das Long-Szenario: Auf der Oberseite müsste die erfolgreiche Rückkehr über die 25.000er-Barriere nun idealerweise mit einem Sprung über das Zwischenhoch vom 22. Juni bei 25.176 bestätigt werden. Im Anschluss könnte sich ein Anstieg an das Februar- und das Mai-Hoch bei 25.406/25.438 entwickeln, ehe es erneut um das Januar-Hoch bei 25.508 gehen würde. Darüber wäre dann ein erneuter Vorstoß an das Rekordhoch vom Montag bei 25.900 möglich.
Das Short-Szenario: Fällt der DAX dagegen unter die 25.000er-Marke zurück, ließe sich der erste Halt unverändert am bisherigen Wochentief bei 24.830 antragen. Direkt darunter sollte die Doppelunterstützung aus dem April-Top (24.792) und der kurzfristigen 50-Tage-Linie (aktuell bei 24.792) stützend wirken, bevor ein Test der Tiefs vom 29. und 26. Juni (24.557/24.548) einkalkuliert werden müsste. Der nächste Halt wäre anschließend an der mittelfristigen 100-Tage-Linie (24.334) zu finden.
| Produkt (Call) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
|---|---|---|---|
| Open End Turbo Call | UJ5X5P | 22.159,65 | 8,50 |
| Open End Turbo Call | WA09EQ | 23.125,00 | 12,60 |
| Produkt (Put) | WKN | SL/KO/Strike* | Hebel |
| Open End Turbo Put | UP2Y29 | 28.050,83 | 8,55 |
| Open End Turbo Put | WA85N1 | 27.097,02 | 12,63 |
*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 10.07.2026, 7:00 Uhr
Wichtige Tagestermine
Hierzulande schauen Anleger vor allem auf die neuesten deutschen Verbraucherpreise. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Jahresinflation in Deutschland im Juni auf 2,3 Prozent zurückgefallen, nach +2,6 Prozent im Mai und +2,9 Prozent im April.
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