Bessere Zahlen, höhere Ziele bei SMA Solar

Steigende Ölpreise stärken erneuerbare Energien: SMA Solar hebt seine Jahresprognose für Umsatz und EBITDA im laufenden Geschäftsjahr deutlich an.

(Bildquelle: unsplash / Thomas Galler)

Mit der jüngsten Verschärfung der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran haben auch die Ölpreise einen Erholungsversuch gestartet. In Zeiten erhöhter Preise für fossile Energieträger könnte sich die Chance für erneuerbare Energien bieten. Passend dazu hat SMA Solar (WKN: A0DJ6J / ISIN: DE000A0DJ6J9)  nun einen optimistischeren Ausblick gegeben.

SMA Solar sieht verbessertes Marktumfeld

Bisher hatte sich der Wechselrichterspezialist aus TecDAX und SDAX im laufenden Geschäftsjahr 2026 Umsatzerlöse im oberen Drittel der Spanne von 1,475 bis 1,675 Mrd. Euro zugetraut. Der Vorstand geht nunmehr von einem Konzernumsatz zwischen 1,625 und 1,725 Mrd. Euro aus.

Auch auf der Ergebnisseite herrscht etwas mehr Zuversicht. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird nun mit einem Wert von 180 bis 230 Mio. Euro gerechnet, nachdem man sich zuvor das obere Drittel der Spanne von 50 bis 180 Mio. Euro zugetraut hatte.

Als Begründung für die optimistischere Sichtweise führt das Management ein insgesamt verbessertes Marktumfeld, eine weiterhin positive operative Entwicklung im zweiten Halbjahr sowie eine gegenüber den ursprünglichen Annahmen günstigere Wechselkursentwicklung an.

SMA hebt Ziele an

Im zweiten Quartal hatte SMA Solar laut vorläufigen Eckdaten Umsatzerlöse in Höhe von 345,7 Mio. Euro erzielt, nach 357,1 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EBITDA stieg auf 64,7 Mio. Euro und lag damit deutlich über den Analystenschätzungen zum 16. Juli 2026 von 44 Mio. Euro sowie über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Damals hatte SMA Solar noch ein Minus von 15,5 Mio. Euro ausgewiesen.

Das EBIT stieg ebenfalls deutlich an und lag sowohl über dem Vorjahreswert als auch über den Konsensschätzungen. Maßgeblich für den Anstieg von EBITDA und EBIT waren laut Konzernangaben im zweiten Quartal unter anderem Zollrückerstattungen. Zudem seien Wertberichtigungen auf Vorräte aufgelöst worden, nachdem für diese Vorräte im Rahmen einer gezielten Verkaufsmaßnahme entgegen den ursprünglichen Erwartungen Abnehmer auf dem Zweitmarkt gefunden werden konnten.

Operativ ohne Einmaleffekte lagen der Konzernumsatz im zweiten Quartal 2026 laut SMA Solar voraussichtlich bei 368,0 Mio. Euro und das EBITDA bei 40,9 Mio. Euro. Für den Jefferies-Analysten Constantin Hesse waren die angehobenen Ziele und die Eckdaten zum zweiten Quartal Grund genug, das „Buy“-Rating für die Aktie von SMA Solar zu bestätigen und das Kursziel von 80,00 auf 87,00 Euro anzuheben.

Das marktEINBLICKE-Fazit

SMA Solar sendet mit der Anhebung der Jahresprognose ein klares Signal, dass sich das Marktumfeld für den Wechselrichterspezialisten spürbar verbessert hat. Zwar profitierte das Unternehmen im zweiten Quartal auch von positiven Sondereffekten wie Zollrückerstattungen und der Auflösung von Wertberichtigungen, doch auch bereinigt zeigen die operativen Zahlen eine stabile Entwicklung. Hinzu kommt, dass steigende Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien weiter stärken könnten.

Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von SMA Solar setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MN5RD8 / ISIN: DE000MN5RD87) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.

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