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Es ist Ende März und wieder Zeit für einen kurzen Blick auf einige Finanzmärkte um zu sehen, was sich seit Jahresbeginn getan hat.

Ride the DAX!
Das Bild hat sich wieder aufgehellt seit Jahresende. Der Deutsche Leitindex ist nicht unter die 10.000er Marke abgetaucht sondern nach oben abgedreht. Ungefähr 1.200 Punkte lief das DAX-Tier in diesem Quartal nach oben bis 11.823 Punkte – dann erfolgte die kalte Dusche: letzte Woche lief eine knackige Sause nach Süden. Über 500 Punkte down und dabei wurde wohl regelrecht „abrasiert“. Etliche Stopps dürften geholt und Scheine ausgeknockt worden sein. Aktuell pendelt der DAX zwischen 11.400 und 11.500 Punkten und sucht seinen weiteren Weg.

Täglich sind auf einschlägigen Seiten Gründe zu lesen, warum es steigt oder fällt. Besonders wenn es mal runter geht mit den Kursen sind Anleger anscheinend sehr oft verunsichert. Bullen und Bären kämpfen um den Sieg und für die Gegenseite werden immer wieder Fallen aufgestellt. Ausreiser nach oben und unten sind im Tagesgeschäft nichts Ungewöhnliches. Schön und gut. Gibt es eigentlich zuverlässige Kaffeesatzleser und who knows wie es nun die nächste Zeit weitergeht? Es scheint so zu sein, dass immer noch Gelder in den Aktienmarkt fließen, denn die letzten drei Monate ist der DAX tendenziell gestiegen und nicht gefallen. Sollte es eines Tages zu einem Crash kommen, dann spielt sicherlich auch die Fallhöhe eine Rolle. Für Trader sind die teils extremen Schwankungen wahrscheinlich ein Eldorado, während langfristig orientierte Anleger vielleicht verzweifeln an den Stimmungen des Marktes, denn man muss schließlich auf sein Geld achten, besonders wenn es in börsennotierten Papieren steckt. Wer gemütlich mit KO-Scheinen arbeitet tut sicherlich gut daran, eine breite Spanne bis zur KO-Schwelle zu wählen in stürmischen Fahrwassern. Dies alles zeigt doch im Grunde eines: sicher und kalkulierbar ist hier gar nichts.

Im Gespräch waren insbesondere folgende Unternehmen: Wirecard, Bayer, Deutsche Bank, Commerzbank. Insolvenzen wurden u.a. verkündet bei Gerry Weber und Germania.

Rennpferde und Schlusslichter im DAX:
An der Spitze: RWE, HeidelbergCement, Adidas.
Letzte Plätze: thyssenkrupp, Henkel, Beiersdorf.

Der amerikanische Dow Jones ist wieder gut gelaufen: zeitweise konnten über 26.000 Punkte erreicht werden. Das sind 3.000 Punkte Plus in wenigen Wochen. Trotz Rücklauf letzte Woche: bis zur psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkte ist es nicht mehr allzu weit und bei solchen Spurts könnte dieses Ziel erreicht werden. Aktueller Punktestand des DJ um die 25.700. Es kann sich die Frage stellen, ob und inwieweit sich die Leute dort für Geschehnisse in fernen Ländern wie England und Italien interessieren.

Bitcoin und Co: kein Power
Bitcoin, das Muttertier, scheint sich wie erwartet im Bereich 3.500/4.000 USD wohlzufühlen bzw. hier einen Boden gefunden zu haben. Dieser Bereich wurde mal kurzweilig nach unten durchbrochen, aber relativ schnell fanden die Preise wieder zurück in die Bandbreite. Bitcoin versucht irgendwie schon verzweifelt die 4.000er Marke nach oben nachhaltig zu durchbrechen. Immer wieder wird diese Marke angelaufen und daran geknabbert. Es scheinen die Anschlusskäufe zu fehlen. Ist die Sache mit dem Bitcoin und der „zukunftsträchtigen Währung“ nun eigentlich lediglich auf Eis gelegt, ausgenudelt oder kommt da mal wieder Dampf in den Kessel? Diese „Währung“ mit einer begrenzten Menge an Coins, hat oder hatte eine Leitfunktion bei den sogenannten Kryptowährungen.

Ethereum bewegt sich um die 140 USD und kommt nicht in Schwung, einzelne Coins zucken immer mal wieder. Die Spitzen in den Charts vom Hype 2017/2018 sind aus heutiger Sicht nett anzuschauen. Da dürfte es gesprudelt haben in so manchen Kassen, wenn der frühe Vogel den Wurm gefangen hat. Wer schwelgt nicht gerne in Nostalgie? Marktplätze für eine Vielzahl von“ Währungen“, Börsen, Chartanalysen, ICOs und Zertifikate gibt es zwischenzeitlich, so dass auch ein interessierter Kleinanleger hier in irgendeiner Form mitmachen kann, sofern er dies will und sich mit diesem Thema intensiver beschäftigen möchte um vielleicht sogar ein wirklicher „Kenner“ dieser „Szene“ zu werden. Die Zeit wird zweifelsohne zeigen, wie es in dieser Branche weitergeht. Es handelt es sich um einen relativ jungen Markt, und gut Ding will bekanntlich Weil haben. Wer nicht zu Höchstpreisen gekauft hat und keine Verlustposten im Bestand hat, der hat sicherlich gut lachen von der Seitenlinie aus. Ob der Boom wieder kommt? Wahrscheinlich eine Glaubensfrage für Leute, die keine Märkte bewegen. Die Preisfindung entsteht jedenfalls aus Angebot und Nachfrage.

Bei der Stuttgarter Börse ist nach Aufnahme der App „Bison“ im Januar nun der Aufbau einer Handelsplattform ein Thema im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes, siehe hier.

Kapital kann in verschiedene Märkte und Anlageformen rein- und rausfließen, und damit kommen wir zu den Edelmetallen:

Flucht in die Edelmetalle und den sicheren Hafen? Der Goldpreis hat weiter zugelegt und die 1.300er Marke überschritten. Ein jedoch eher zögerlicher Anstieg. Aktuell wurde diese Marke sogar wieder unterschritten: der Preis steht um die 1.295 USD. Ein nachhaltiges Überschreiten des Bereichs 1.350/1.400 USD wäre förderlich für weitere Anstiege.

Der Platinpreis hat ebenfalls etwas angezogen und notiert bei ca. 860 USD. Palladium macht ein Päuschen, ist auch in diesem Jahr schön gelaufen. Aktueller Preis um die 1.420 USD nach kürzlich erfolgtem Kursabschwung. Bei Silber läuft nichts, kein aufkommender Fahrtwind. Der Preis bewegt sich zwischen 15 und 16 USD.

Die Aktienkurse bei großen Playern der Minengesellschaften haben etwas angezogen, sind aber von ehemaligen Höchstständen noch Meilenweit entfernt. Kann nicht profitabel gewirtschaftet werden, müssen Minen stillgelegt werden oder die Produktion heruntergefahren werden. Steigende Edelmetallpreise können Wachstumschancen eröffnen. Profitieren vom Trend könnte auch zumindest kurzfristig aus kurstechnischer Sicht die eine oder andere (unentdeckte) „Perle“.

Der Ölpreis (Brent) ist bei 50 USD wieder abgedreht nach oben und notiert derzeit um die 68 USD. Für die Preisfindung ist sowohl der Lagerbestand als auch die Produktionshöhe von Bedeutung. Die Schnäppchenpreise sind fürs erste schon wieder Vergangenheit. Den Tiger in den heimischen Heizöltank hineinspringen zu lassen um die Jahreswende war sicherlich nicht die schlechteste Idee.

Bei den Industriemetallen ist der Uranpreis in diesem Quartal etwas zurückgekommen; die Preise für Kupfer, Nickel und Zink sind gestiegen. Leichter Preisrückgang beim Aluminium. Informationen können Berichten wie z.B. dem CoT-Report entnommen werden. Mit ETCs kann an steigenden Rohstoffen partizipiert werden.

Chancen gibt es immer – man muss sie nur finden. Das Rad der Börse dreht sich ständig, Tag für Tag.

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