Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bank

Jeder Jahreswechsel wird in vielen Lebensbereichen zum Großreinemachen genutzt. Das sollte auch für den Geld- und Geldanlagebereich gelten. Vor allem weil das Thema Kontogebühren für viele Banken derzeit en Vogue ist. Einstmals kostenfreie Angebote sind plötzlich zahlungspflichtig und sorgen damit – neben den ausbleibenden Zinsen für Anlagen – für weitere finanzielle Belastungen. Die Gründe für einen Kontowechsel müssen also nicht immer nur in besseren Leistungen zu suchen sein.

Wenn nun ein Wechsel des Girokontos ins Haus steht, sollte genau überprüft werden, welche Leistungen wirklich benötigt werden. Für die meisten Menschen genügen aber die Girokonto-Angebote der zahlreichen Direktbanken bzw. Online-Angebote von Filialbanken.

Diese fünf Kriterien sollten für die Girokontoauswahl entscheidend sein:

– Niedrige bzw. keine Kontoführungsgebühren

– Kostenfreie EC-/Maestro-Karte

– Viele kostenfrei nutzbare Geldautomaten

– Kostenfreie Kreditkarte (nach Mindestumsatz)

– Einfache Bedienung im Internet und per App

Ist das passende Konto gefunden und die Kontoeröffnung erfolgt, steht die Anpassung von Geldeingängen und -ausgängen auf der Agenda. Die deutschen Banken bieten dazu einen entsprechenden Kontowechsel-Service an. Dank des 2016 eingeführten Zahlungskontengesetzes nicht ganz freiwillig, aber dafür umso hilfreicher. Sobald man bei einer neuen Bank den Kontowechsel inklusive Wechselservice beantragt, muss diese innerhalb von zwei Tagen Kontakt mit der bisherigen Bank aufnehmen und eine Liste mit allen Transaktionsdaten und Zahlungspartnern des bisherigen Girokontos anfordern. Diese Liste wiederum muss nach maximal fünf Tagen bei der neuen Bank vorliegen. Laut Gesetz sollen dann nach weiteren fünf Tagen alle Zahlungspartner über den Kontowechsel informiert sein und Abbuchungen sowie Überweisungen nur noch über das neue Girokonto laufen. Soweit, so praktisch.

So oder so sollte jeder Kontobesitzer genau überprüfen, ob alle Daten entsprechend übernommen wurden und alles funktioniert. Die Übertragung von Daueraufträgen eins zu eins ist dabei die kleinste Aufgabe. Bei den Überweisungen aufs eigene Konto bzw. Einzugsermächtigungen für Dritte kann eine kleine Checkliste zu Hilfe genommen werden.


Mit der Checkliste zum Kontowechsel wird kein Zahlungspartner vergessen.

– Arbeitgeber / Rentenanstalten
– Familienkasse / Kindergeld
– Andere Banken und Finanzinstitute (Kredite, Kreditkarten, Sparpläne)
– Vermieter / Hausverwaltung
– Wasser- und Energieversorger
– Versicherungen (Krankenversicherung, Renten, Hausrat, Haftpflicht, Kfz, etc.)
– Kfz-Steuer (Hauptzollamt)
– Kindertagesstätte / Kindergarten / Schule / Hort
– Handy-/ Telefon-/ Internet-/ Kabelanbieter
– Beitragsservice (GEZ)
– Abonnements (Zeitschriften, Zeitungen, Pay-TV)
– Mitgliedschaften (Vereine, Verbände, ADAC, Sport- und Fitnessclub, etc.)
– Spenden


Wichtig: Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge aus dem vergangenen Jahr, um keine Zahlungspartner zu vergessen – etwa solche, die nur einmal im Jahr abbuchen. Der Wechsel-Service betrachtet nur Daten der letzten 13 Monate. In den Mitteilungen an die jeweiligen Zahlungspartner sollten etwaige Kunden- oder Vertrags- und Mitgliedsnummern immer genannt werden. Der administrative Aufwand für eine Kontonummernänderung ist seit Einführung der IBAN auch überschaubar. Oftmals reicht ein Eintrag im Online-Formular. Auf aufwendige und teure Briefe kann häufig verzichtet werden.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bank

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