Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Wirecard-Chef Markus Braun würde den angeblichen Bilanz-Skandal bei der Niederlassung in Singapur am liebsten endlich ad acta legen, doch eine neue Nachricht facht Spekulationen um den Zahlungsdienstleister erneut an. Denn nun wurde bekannt, dass bei Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) eine weitere hochrangige Führungskraft den Konzern verlassen hat.  Bei dem Manager handelt es sich um Edo Kurniawan und damit um den Mann, der in den vergangenen Wochen im Fokus der Betrugsvorwürfe stand.

Laut einer Unternehmenssprecherin, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg äußerte, arbeitet Edo Kurniawan seit dem 1. April nicht mehr für Wirecard. Der für die Buchhaltung im Asien-Pazifik-Geschäft verantwortliche Manager gehört zu den zentralen Figuren bei den Vorwürfen der Financial Times. Bereits Mitte März gab Wirecard bekannt, dass die laufenden Untersuchungen Kurniawan entlastet hätten, er allerdings bis zum Abschluss der Ermittlungen vom Dienst suspendiert bleibe.

Vorwürfe gegen Wirecard nicht bestätigt

Laut einer externen Untersuchung durch die Singapurer Kanzlei Rajah & Tann, die von Wirecard beauftragt wurde, haben sich die Vorwürfe der Financial Times gegen den Aschheimer Zahlungsabwickler nicht bestätigt. Allerdings sei es im Asien-Geschäft zu einigen Buchungsfehlern gekommen, die derzeit korrigiert werden. Außerdem sei es möglich, dass sich einzelne Mitarbeiter in Singapur nach lokalem Recht strafbar gemacht haben.  Ob Edo Kurniawan ebenfalls zu diesem Kreis zählt, ist aber noch unklar.

Diese Unterstützung muss halten

An der Börse gehört Wirecard heute mit einem Minus von 1,6% zu den Schlusslichtern im Dax und im TecDax (aktuell: 109,25 Euro). Damit beläuft sich der Abschlag zum vorangegangenen Allzeithoch vom Juli 2018 bei 192,45 Euro auf aktuell rund 43%. Charttechnisch kommt es bei der Aktie jetzt darauf an, dass die runde 100er-Marke hält. Bei einem Unterschreiten dieser Unterstützung eröffnet sich ein weiteres Abwärtspotenzial bis  zum Februar-2019-Tief bei 86 Euro. Anleger sollten außerdem den 18. April beachten. Denn an diesem Tag läuft das von der BaFin verhängte Leerverkaufsverbot aus, womit die Volatilität der Wirecard-Aktie wieder kräftig anziehen könnte.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Wirecard-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX– und TecDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VF2ZB6 / ISIN: DE000VF2ZB63) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VF34VG / ISIN: DE000VF34VG2) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Wirecard-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Wirecard

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[…] dass eine weitere im Fokus der Betrugsvorwürfe stehende Führungskraft den Konzern verlassen hat (Wirecard: Es bleibt spannend!), gibt es nun zur Abwechslung mal wieder gute News. […]