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Ein gutes Chili con Carne muss eine ordentliche Portion Schärfe haben, doch nicht jeder ist ein Freund von scharfem Essen. Beim Würzen muss darauf geachtet werden, dass das Gericht nicht zu viel Schärfe abbekommt, sonst ist der Geschmack dahin.

Zur Orientierung kann die sogenannte Scoville-Skala herangezogen werden, die den Schärfegrad verschiedener Paprikaerzeugnisse angibt. Ausschlaggebend für den Schärfegrad ist der Anteil des Stoffes Capsaicin, der die Schleimhäute im Mundraum reizt und so für das Gefühl von Schärfe sorgt. Bei Schoten wird der Scoville-Wert im getrockneten Zustand ermittelt, während bei Chilisaucen der Gehalt in der Sauce herangezogen wird.

Frischer Chili beim Trocknen (Bildquelle: Pixabay / 12309976)

Die Scoville-Skala:

Schärfegrad Beispiel
0 keine Schärfe, kein Capsaicin enthalten
10 Gemüsepaprika
100 – 500 Peperoni, Santa Fe Grande Chili
500 – 1000 New Mexican Chili
1000 – 2500 Sambal, Tabascosauce
2500 – 5000 Jalapeño-Chili, Guajila Chili
5000 – 10.000 Chiptole Chili, Hot Wax Chili
12.000 – 30.000 Rocoto Manzano Chili
30.000 – 50.000 Reiner Cayenne-Pfeffer
50.000 – 100.000 Thai Chili, Piri-piri
100.00 – 200.000 Jamaican Hot Chili
100.000 – 350.000 Habaneros, frei verkäufliches Pfefferspray
577.000 Habanero Red Savina Chili (Guinness Buch)
855.000 “PC-1”- Chili
923.000 Dorset Naga-Chili
1.000.000 Bhut Jolokia-Chili
1.400.000 Trinidad Scorpion Chili
2.200.000 Carolina Reaper
7.100.000 “The Source”-Chilisauce
9.000.000 Mad Dog 257 No. 9 Plutonium Chilisauce
16.000.000 Reines Capsaicin Pulver

 

Unser Redaktions-Klassiker: Das mE-Chili con Carne (Bildquelle: Pixabay / kalhh)

Unser Redaktions-Klassiker: Das mE-Chili con Carne

Darauf freuen wir uns jeden Winter: Auf das marktEINBLICKE Chili con Carne-Essen. Ob mit einem leckeren Rotwein oder einem herben Pils – der Klassiker-Eintopf jenseits des Atlantiks macht richtig Spaß und schmeckt lecker. Hier ist unser eigenes Rezept. 

Kleine Portion Geschichte. Gleich eines vorneweg – es gibt kein Originalrezept für Chili con Carne. Der leckere Eintopf kommt vermutlich aus den USA. Eines der ältesten Rezepte stammt aus dem Buch „Mrs. Owen’s Cook Book“ aus dem Jahr 1880. Aber auch die US-Army hatte schon früh eines zu bieten, im „Manual for Army Cooks“ aus dem Jahr 1896 ist ein Rezept zu finden.

So oder so, die Beliebtheit und die Verbreitung des Chili con Carne lässt sich wohl neben der Mixtur der Zutaten auch darauf zurückführen, dass es schlicht ein günstiger Eintopf ist. Kein Schnickschnack und lauter Zutaten, die jeder kaufen kann.

Unseren marktEINBLICKE-Favoriten können Sie ganz einfach und schnell zubereiten. Das folgende Rezept ist für 6 Personen ausgelegt.

Die Zutaten

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 Stiele Oregano

1 rote Chilischote

2 EL Paprikapulver

3 TL Worcestershiresauce

1 Dose Beaked Beans

1 Dose Chili Bohnen

1 Dose Kidneybohnen (425 g)

1 Dose Mais (425 g)

2 El Olivenöl

1 kg Rinderhack

2 Tl Cayennepfeffer

2 Tl gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)

3 El Tomatenmark

800 g geschälte Dosentomaten

250 ml Rinderfond

Salz

Die Zubereitung

  1. Die Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Oreganoblättchen abzupfen, die Chilischote fein hacken. TIPP: Für eine milde Variante einfach die Kerne vor dem Hacken entfernen. Nun Bohnen und Mais in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
  1. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Hackfleisch hinzugeben und bei starker Hitze unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten. Nicht anbrennen lassen!
  1. Chili, Worcestershiresauce, Paprikapulver, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Oregano und Tomatenmark unterrühren, kurz mit anbraten.
  1. Nun die Tomaten mit einer Gabel leicht zerdrücken und zu dem Fleisch geben. Rinderfond angießen. Zugedeckt kurz aufkochen und offen bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren. Circa 15 Minuten vor Ende der Garzeit alle Bohnen und Mais zugeben, mit Salz abschmecken.
    UNSER TIPP: Ein Chili con Carne schmeckt noch besser, wenn es über Nacht „durchgezogen“ ist.

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