Wenn es um das Thema Raumfahrt geht, denkt man zuallererst an die USA, Russland oder China. Doch auch Europa hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Nun feierte Isar Aerospace den ersten Start in den Orbit aus Kontinentaleuropa. Nachdem SpaceX (WKN: A42D4F / ISIN: US84615Q1031) in diesem Jahr für einen Rekordbörsengang gesorgt hatte, ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass das Thema Eroberung des Weltalls an Fahrt gewinnt und auch für Investoren noch interessanter werden könnte.
Ein Meilenstein für Europa
Das bayerische, in der Nähe von München ansässige Unternehmen Isar Aerospace bietet Startdienstleistungen für den Transport kleiner und mittelgroßer Satelliten sowie von Satellitenkonstellationen in den Orbit an. Die für den Transport dieser Satelliten eingesetzten Trägerraketen werden nahezu vollständig in Eigenregie entwickelt, gefertigt und getestet. Nun durfte man einen Meilenstein verkünden. Demnach sei man als erstes kommerzielles Raumfahrtunternehmen aus Europa erfolgreich in der Lage gewesen, Satelliten in eine Umlaufbahn zu bringen.
Noch beeindruckender: Dies gelang bereits beim erst zweiten Flug. Im Rahmen der Mission „Onward and Upward“ erfolgte der Start vom norwegischen Standort Andøya aus. Im Mittelpunkt stand „Spectrum“. Die Trägerrakete ist 28 m hoch, hat einen Durchmesser von 2 m und soll mit ihren zehn Triebwerken Nutzlasten von bis zu 1.000 kg in die erdnahe Umlaufbahn befördern können.
„Heute hat Isar Aerospace den Zugang zum Weltraum vom europäischen Festland aus ermöglicht. Der Start ist nach wie vor der größte Engpass für die globale Raumfahrtindustrie. Ab heute gibt es eine echte Alternative für kommerzielle und institutionelle Kunden“, sagte Daniel Metzler, CEO und Mitgründer von Isar Aerospace. Bei Isar Aerospace hat man noch einiges vor. Die „Spectrum“-Trägerraketen drei bis sieben befinden sich bereits in Produktion. Mit der Eröffnung einer neuen Produktionsanlage mit einer Fläche von 40.000 m² will Isar Aerospace schließlich in der Lage sein, bis zu 40 Trägerraketen pro Jahr herzustellen.
Verknüpfung zwischen KI und dem Weltall
Isar Aerospace muss ein hohes Tempo vorlegen, da Unternehmen wie SpaceX einen großen Vorsprung genießen. Gleichzeitig konzentriert sich der Börsenneuling mit seinem CEO Elon Musk immer mehr auf Themen wie die Künstliche Intelligenz. Insbesondere sollen die Eroberung des Weltalls und der wachsende Bedarf an Rechenleistung und neuen Datenzentren miteinander verknüpft werden. Rechenzentren im Weltraum sollen hier die Zukunft sein.
KI und Rechenzentren sind jedoch bei Weitem nicht die einzigen Themen, die die Luft- und Raumfahrt auch als Investment-Thema ankurbeln würden. Unternehmen wie Virgin Galactic stehen für den Traum von der Eroberung des Weltalls als Ziel für Touristen. Gleichzeitig haben der Krieg in der Ukraine und nun auch der Iran-Krieg viele Entwicklungen im Verteidigungs- und Rüstungsbereich losgetreten, die auch Luft- und Raumfahrtunternehmen noch deutlich vollere Auftragsbücher bescheren.
Mein Fazit
Europa gewinnt im Bereich der Raumfahrt zunehmend an Bedeutung. Der erfolgreiche Start von Isar Aerospace stellt dabei einen wichtigen Meilenstein dar und verdeutlicht, dass europäische Unternehmen in der Lage sind, eigene Technologien zu entwickeln und den Zugang zum Weltraum unabhängiger zu gestalten. Gleichzeitig sorgen Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Raumfahrttourismus und Verteidigung für zusätzliches Wachstumspotenzial in der Branche. Damit wird die Raumfahrt als Investment-Thema auch weit abseits von SpaceX in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.
Anleger, die auf einen Erfolg von Unternehmen, die sich mit der Eroberung des Weltalls für verschiedene Gebiete beschäftigen, setzen wollen, können sich das Indexzertifikat auf den Global Space Champions Index (WKN: DA0ACE / ISIN: DE000DA0ACE2) anschauen.








