Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Im ersten Quartal sank die Erwartung an die 2019er Gewinne der DAX-Unternehmen noch einmal von gut 950 auf nur noch knapp 915 Indexpunkte. Dennoch rechnen Analysten mit einem deutlichen, durchschnittlichen Anstieg von über elf Prozent für 2019 im Vergleich zu den Vorjahresgewinnen. Das ist jedoch nur realistisch, wenn sich die derzeit negativen Frühindikatoren des Verarbeitenden Gewerbes im 2. Quartal deutlich aufhellen.

Seitdem sich für die chinesische Volkswirtschaft eine Stabilisierung auf hohem Niveau abzeichnet, haben sich die Chancen hierfür verbessert. Ein Großteil der positiveren Perspektiven in China dürfte mit dem Kursanstieg seit Anfang 2019 allerdings bereits in den Kursen enthalten sein. Vor diesem Hintergrund sind bei der Vorlage der Q1-Zahlen vor allem die Ausblicke der Unternehmen von Interesse.

Da diese angesichts der weiterhin bestehenden politischen Unsicherheiten des Brexit-Prozesses und einer drohenden Eskalation des Handelskonfliktes mit Europa vorsichtig ausfallen dürften, sind positive Impulse aus der anstehenden Berichtssaison unwahrscheinlich.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Deutsche Börse AG

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