Der Montag an der Börse

USA-Iran-Konflikt geht weiter | Wichtige Konjunkturdaten voraus

Bildquelle: markteinblicke.de

Angesichts steigender Ölpreise zeigten sich die US-Futures am Montag im roten Bereich. Die Vorwoche hatte die Wall Street noch im Plus beendet. Die Stimmung bleibt angespannt.

Heard in New York

Steigende Renditen setzten zinssensitiven Titeln weiterhin zu. Lediglich US-Tech-Werte konnten sich in der Vorwoche angesichts des KI-Booms diesem Trend entziehen. Die Aktie von Meta Platforms legte in der Vorwoche um fast 13 Prozent zu, nachdem Marktteilnehmer den KI-Agenten Muse der Facebook-Muttergesellschaft positiv aufgenommen hatten.

Diese Kursgewinne gab es, obwohl die Renditen von US-Staatsanleihen auf Höchststände kletterten, die seit Jahren nicht mehr erreicht worden waren. Wegen der anhaltend hohen Inflation setzten Investoren verstärkt auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg auf den höchsten Stand seit 2007. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe erreichte ein Hoch seit 2004. Auch in dieser Woche wird es angesichts wichtiger Daten wie der PCE-Inflation oder des September-Arbeitsmarktberichts um dieses Thema gehen.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Montagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 setzte dabei im Angesicht von steigenden Ölpreisen zuletzt um 0,7 Prozent auf 65.877 Punkte zurück. Die Ölpreise sprangen am Montag im asiatischen Handel nach oben, nachdem US-Präsident Donald Trump einen iranischen Friedensvorschlag zurückgewiesen hatte. Der Vorschlag sollte den Konflikt im Nahen Osten beenden und die Straße von Hormus wieder öffnen.

Trump lehnte Irans Angebot ab, die Straße von Hormus unter bestimmten Bedingungen wieder zu öffnen. Zudem sagte er seinen Beratern, er rechne damit, dass die US-Angriffe auf das Land nach den Zwischenwahlen im November wieder aufgenommen würden. Das berichtete das „Wall Street Journal“ am Samstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Vertreter.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Montag trotz höherer Ölpreise stabil. Laut Aussagen der Helaba-Analysten sind die Indikatoren per saldo aber als belastend einzustufen. Bemerkenswert sei jedoch, dass das Tief bei 25.173 jüngst einem Test standgehalten hat. Zudem werde der Index weiterhin zwischen der 100-Tagelinie (25.336) auf der Unterseite und den 21- und 55-Tagelinie (25.707/737) auf der Oberseite gehandelt.

„Erholungschancen werden somit gewahrt. Es bleibt abzuwarten, ob es in der neuen Woche Impulse für einen Ausbruch aus dieser Range geben wird. Datenseitig sind diese zum Wochenauftakt wohl Fehlanzeige. Es müsste vermutlich eine Entspannung bei Energiepreisen und Renditen einsetzen, um mehr Potenzial auf der Oberseite zu eröffnen“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand: 28.09.2026, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Um die Aufwärtsreaktion vom Freitag zu untermauern, sollten jetzt auch das Mai- und das Januar-Top (25.438/25.508) überboten werden. Gelingt der Break (wichtig: per Tagesschluss), wären die nächsten charttechnischen Hürden am kurzfristigen GD50 (25.811) und am Verlaufshoch vom 6. Juli bei 25.900 zu finden. Oberhalb der 26.000er-Barriere könnte sich ein Sprint an das Zwischenhoch vom 4. September bei 26.168 entwickeln, bevor der Bremsbereich rund um 26.400, das Top vom 12. August bei 26.574 und das amtierende Rekordhoch in den Fokus rücken würden.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite hat sich die 100-Tage-Linie (25.336) wieder bei den Unterstützungen einsortiert. Darunter sollte auf das neue September-Tief mit der offenen Kurslücke vom 27. Juli und auf die 25.000er-Marke geachtet werden. Nur wenig tiefer würde die langfristige 200-Tage-Linie (24.809) warten, ehe weitere Abgaben bis an das Juli-Tief bei 24.651 einkalkuliert werden müssten.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Open End Turbo Call UJ5K5B 22.488,70 8,24
Open End Turbo Call WA5K3P 23.482,63 12,15
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Open End Turbo Put UP22B6 28.493,37 8,69
Open End Turbo Put WB1B5P 27.558,88 12,72

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand: 28.09.2026, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Heute werden keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht, dafür wird es morgen mit den August-JOLTs aus den USA und dem neuesten Conference Board Verbrauchervertrauen umso interessanter.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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