Bildquelle: Pressefoto Daimler

Die Schwächephase des weltweiten Automarktes und höhere Rohmaterialpreise schlagen sich auch in den Geschäftszahlen von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) nieder. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn wurden im ersten Quartal Einbußen verzeichnet. Während sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 39,8 Mrd. Euro auf 39,7 Mrd. Euro nur leicht verringerte, brach der Gewinn um 9 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro ein.

Mercedes-Absatz mit deutlichem Rückgang
Hauptgrund für das schwache Quartalsergebnis sind diverse Modellwechsel, die zu einem Einbruch der Absatzzahlen geführt haben. So sank der Absatz von Mercedes-Autos weltweit um 6 Prozent. Dass der Konzernumsatz trotzdem stabil gehalten werden konnte, lag vor allem am Lkw-Geschäft, in dem die Erlöse um 11 Prozent anzogen. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält der Stuttgarter Konzern dennoch fest. Demnach wird mit einem leichten Anstieg bei Absatz, Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) gerechnet.

Sparprogramm ist geplant
Aufgrund der Schwierigkeiten in der Automobilbranche und dem starken Gewinneinbruch, den Daimler bereits im vergangenen Jahr verzeichnete, hat der DAX-Konzern ein Sparprogramm in Aussicht gestellt. Konkrete Informationen hierzu gibt es aber noch nicht. Daimler müsse nun „mit aller Kraft auf die Jahresziele hinarbeiten“, verkündete der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. „Auf Basis unserer Absatzplanung und den bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen“, so Zetsche.

Aufholbewegung seit Jahresanfang
Die schwache Geschäftsentwicklung spiegelte sich im zurückliegenden Jahr in einem massiven Kurseinbruch der Daimler-Aktie wider. So sanken die Notierungen 2018 um 35 Prozent. Nachdem der Kurs bis Anfang Januar des laufenden Jahres auf 45 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit 2013 zurücksetzte, startete die Aktie aber eine neue Aufholbewegung. Dabei kletterte der Kurs bis zum vergangenen Donnerstag auf ein Neun-Monats-Hoch bei rund 59 Euro.

Widerstand bei 59 Euro
Seitdem legte die Aktie eine kleine Verschnaufpause ein (aktuell: 57,60 Euro). Gelingt der Ausbruch über das Neun-Monats-Hoch, wäre dies ein neues Kaufsignal. Die nächsten Kursziele sind dann die runde 70er-Marke und das 2018er-Hoch bei 76 Euro. Auf der Unterseite kommt es darauf an, dass die bei 53 Euro verlaufende 200-Tage-Linie nicht unterschritten wird, was einen erneuten Wechsel in den langfristigen Abwärtstrend bedeuten würde.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Daimler-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VA873B / ISIN: DE000VA873B2) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VL72H8 / ISIN: DE000VL72H89) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Daimler-Aktie zu setzen.

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