Bildquelle: markteinblicke.de

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Deloitte die neueste Ausgabe ihrer jährlichen Studie «Global Powers of Luxury Goods». Obwohl die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den wichtigsten Märkten in den letzten Jahren immer wieder thematisiert wurde, präsentierte sich der Luxusgütersektor robust.

Mit besser als erwarteten Konjunkturdaten konnte China letzte Woche überaus positiv überraschen. Nimmt die chinesische Wirtschaft weiter Fahrt auf, dürften auch die Luxusgüterkonzerne profitieren.

Auftrieb dank chinesischen Konjunkturmaßnahmen

Am 5. März 2019 legte Chinas Premierminister Li Keqiang seinen jährlichen Arbeitsbericht vor, der als politische Agenda für das kommende Jahr dient. Als Reaktion auf die schwächelnde Konjunktur und internationalen Handelsspannungen kündigte Li eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen zur Entlastung der Unternehmen an. Allen voran eine Senkung der Mehrwertsteuersätze, welche per 1. April effektiv wurde. Darüber hinaus wies Li darauf hin, dass die Steuerbehörden weitere Möglichkeiten prüfen würden, das Mehrwertsteuersystem zu straffen, indem die Anzahl der Mehrwertsteuerklassen von drei auf zwei reduziert wird.

Luxusmarken wie Gucci und Hermès reagierten umgehend und gaben die Steuererleichterungen an ihre Kunden weiter. Eine Sprecherin von Louis Vuitton bestätigte die Preisanpassungen und sagte, die Marke unterstütze «die laufenden Bemühungen der chinesischen Regierung, den Preisunterschied zwischen China und Übersee zu verringern. »

Mit dem Ziel, chinesische Kunden im inländischen Markt zu gewinnen, waren High-End-Label bereits in den letzten Jahren darum bemüht, die Preisdifferenz zwischen Europa und China allmählich zu reduzieren. Aufgrund hoher Importzölle können ihre Waren hier oft um 50 Prozent teurer sein, weshalb ein Großteil der Einkäufe chinesischer Luxusliebhaber noch immer in Shopping-Metropolen wie Paris, Mailand oder Hongkong erfolgen.

«Langfristig wird sich der Luxuskonsum im chinesischen Heimmarkt schrittweise steigern», folgern auch Analysten von HSBC. «Vor einigen Jahren fanden 75 Prozent der chinesischen Luxusverkäufe außerhalb Chinas statt. Wir sehen, dass sich das Verhältnis dieses Jahr oder nächstes Jahr auf 50:50 angleichen sollte. » (Quelle: Reuters).

Die Luxusgüterbranche boomt

«Der globale Luxusmarkt wächst trotz einer gewissen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit wieder beträchtlich», kommentiert auch Karine Szegedi, Managing Partner und Head of Fashion & Luxury bei Deloitte Schweiz die neu erschienene Studie. «Die Nachfrage nach Luxusgütern bei der aufstrebenden Mittelschicht der großen Schwellenländer lässt keinerlei nachlassende Tendenzen erkennen. Insbesondere China wird als Markt für Luxusgüter immer noch wichtiger. Wir haben zudem festgestellt, dass die meisten Unternehmen ihre Marketingstrategie an die Besonderheiten des Landes anpassen. »

Mode und Kosmetik als Zugpferd der Luxusindustrie

Nicht nur gemessen am Umsatz (USD 27’995 Mrd.) führt LVMH (WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014) das Ranking der Top 10 der Luxusgüterunternehmen an. Auch in Hinblick auf das Umsatzwachstum (17.2%) kann sich der Konzern sehen lassen. Unter den Spitzenreitern kann nur Kering (WKN: 851223 / ISIN: FR0000121485), mit einem Zuwachs von 27.5%, ein besseres Umsatzwachstum ausweisen. Beide Unternehmen profitieren von florierenden Verkäufen teurer Mode, sowie starker Nachfrage nach Kosmetik und Parfum…

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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