Bildquelle: Pixabay / csalow

Die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) verzeichnete im ersten Quartal einen massiven Gewinneinbruch. Dieser verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 262 Mio. Euro auf jetzt 120 Mio. Euro. Branchenexperten hatten aber mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Trotz des Gewinnrückgangs sieht sich das Kreditinstitut auf Kurs in eine zunächst weiterhin eigenständige Zukunft.

Wachstum soll die Ertragsbasis stärken
„Durch Wachstum stärken wir unsere Ertragsbasis und wirken den niedrigen Zinsen und dem Margenverfall entgegen“, teilte der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke am Mittwoch mit. Vor knapp zwei Wochen hatten Commerzbank und Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) bekanntgegeben, dass es keine Fusion der beiden Geldhäuser geben wird.

Starker Kundenzuwachs
Den Rücksetzer beim Gewinn erklärt die Commerzbank mit sinkenden Erträgen und einer höheren Steuerlast. Gesunkene Verwaltungskosten konnten den Ertragsrückgang der Bank in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nur teilweise kompensieren. Gleichzeitig wirbt der im MDAX notierte Konzern massiv um Kunden. Im ersten Quartal wurden laut der Commerzbank im Bereich Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland 123.000 zusätzliche Kunden gewonnen.

Breitere Kundenbasis soll Gewinn steigern
Die Commerzbank hatte sich im Herbst 2016 das Ziel gesetzt, bis 2020 insgesamt zwei Millionen neue Kunden zu gewinnen. Ende vergangenen Jahres war die Hälfte davon erreicht. Von einer breiteren Kundenbasis erhofft sich die Commerzbank, die aktuell rund 13 Millionen Privat- und Unternehmerkunden zählt, langfristig mehr Gewinn.

Auch im hart umkämpften Firmenkundengeschäft erkennt die Commerzbank Fortschritte. In diesem Bereich sei sowohl die Zahl der Kunden als auch das Kreditvolumen gestiegen.

Konzernergebnis soll sich leicht verbessern
Für das Gesamtjahr 2019 prognostiziert Commerzbank-Chef Zielke nach früheren Angaben „unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr“. Im zurückliegenden Jahr hatte das Institut 865 Millionen Euro Gewinn verbucht und damit fast sieben Mal so viel wie im Jahr zuvor. Doch das anhaltende Zinstief und steigende Regulierungskosten sind nach wie vor eine Belastung.

Zweite Dividendenzahlung
Für 2018 will die Commerzbank eine Dividende von 20 Cent je Aktie auszahlen. Abgestimmt wird über die Ausschüttung auf der Hauptversammlung in zwei Wochen. Sollte die Dividendenzahlung bewilligt werden, wäre dies das zweite Mal seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise vor zehn Jahren, dass der teilverstaatlichte Konzern eine Ausschüttung zahlt.

Aufwärtsbewegung seit Jahresanfang
An der Börse ist die Commerzbank am Mittwoch freundlich in den Handel gestartet. Die Aktie verzeichnet ein Plus von rund einem Prozent (aktuell: 7,79 Euro). Damit bestehen gute Chancen, dass die Commerzbank die jüngste Aufwärtsbewegung fortsetzt.

Nachdem der Kurs bis Ende Dezember auf den tiefsten Stand seit August 2016 gefallen war (5,54 Euro), ging es für die Aktie unter Schwankungen sukzessive nach oben. Dabei erreichte die Commerzbank am 18. April ein Fünf-Monats-Hoch bei 8,12 Euro. Im Anschluss pendelten die Notierungen seitwärts. Aktuell notiert die Commerzbank knapp über der 200-Tage-Linie (7,68 Euro).

Gewinnpotenzial: +23 Prozent
Kann der gleitende Durchschnitt und damit der Aufwärtstrend verteidigt werden, gilt es, das April-Top bei 8,12 Euro zu überbieten. Gelingt der Ausbruch darüber, ist das nächste Kursziel das September-2018-Zwischenhoch (9,60 Euro). Damit errechnet sich eine mittelfristige Gewinnperspektive von 23 Prozent.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VN9TU0 / ISIN: DE000VN9TU08) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VA5GCX / ISIN: DE000VA5GCX6) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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