Bildquelle: Pressefoto © OMV Aktiengesellschaft

Bis vor kurzem sah es noch so aus, als sollten die Ölpreise weiter steil nach oben klettern. Zur Freude von Öl- und Gasunternehmen wie dem österreichischen Branchenvertreter OMV (WKN: 874341 / ISIN: AT0000743059). Doch es kam anders. Der ATX-Konzern hatte zudem mit ganz speziellen Problemen zu kämpfen, machte trotzdem eine ganz ordentliche Figur.

OMV machte zu Beginn dieses Jahres der bewaffnete Konflikt in Libyen im Upstream-Geschäft, also bei der Suche und Förderung von Öl- und Gas, zu schaffen. Konzernweit wurde somit ein Rückgang des in der Branche vielbeachteten um Lagereffekte bereinigten Betriebsgewinns CCS EBIT um 7 Prozent auf 759 Mio. Euro ausgewiesen. Unbereinigt sank das EBIT sogar um 15 Prozent auf 766 Mio. Euro.

Trotz der Probleme in Libyen konnte OMV seine Produktion im ersten Quartal ausbauen. Auch deshalb kletterten die Konzernweiten Umsatzerlöse um 9 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Management ebenfalls mit einem Produktionsanstieg. Die Produktion soll bei rund 500.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag (boe/d) liegen, nach 427.000 boe/d im Vorjahr. Im ersten Quartal kam OMV im Upstream-Geschäft im Schnitt auf einen Wert von 474.000 boe/d.

Den Brent-Rohölpreis sieht OMV im Jahresdurchschnitt bei 65 US-Dollar pro Barrel. Aktuell liegt er sogar über der Marke von 70 US-Dollar. Allerdings hat die Preisrallye zuletzt merklich an Schwung eingebüßt. Außerdem werden die Österreicher weiterhin mit vielen politischen Unsicherheiten zu kämpfen haben, nicht nur in Libyen, sondern auch in Bezug auf die Pipeline Nordstream 2. Allerdings trifft diese Situation OMV nicht ganz unvorbereitet.

FAZIT. Die Öl- und Gaskonzerne haben sich mithilfe von Einsparungen in den vergangenen Jahren auf niedrigere Ölpreise vorbereitet. Zudem ist OMV dabei, seine Produktion auszuweiten und zu wachsen. Gleichzeitig überzeugt der ATX-Konzern seit Jahren als attraktiver Dividendenwert. Die OMV-Aktie ist insgesamt attraktiv bewertet. Während das 2020er-KGV bei gerade einmal 8 liegt, beträgt die Dividendenrendite rund 5 Prozent.

Wer sein Geld nicht direkt in die OMV-Aktie stecken, jedoch gehebelt von Kurssteigerungen des ATX-Papiers profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie diesen HVB Mini Future Bull (WKN: HW29T1 / ISIN: DE000HW29T19). Für Shorties existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieser Mini Future Bear auf den österreichischen Öl- und Gaskonzern (WKN: HX9CXR / ISIN: DE000HX9CXR6).

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Bildquelle: Pressefoto © OMV Aktiengesellschaft

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