Bildquelle: Pressebild OSRAM Licht AG

Osram (WKN: LED400 / ISIN: DE000LED4000) hat am Freitag die Geschäftszahlen für das zweite Quartal (per 31. März) veröffentlicht. Der Hersteller von Leuchtmitteln und -systemen verzeichnete einen deutlichen Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 862 Mio. Euro.

Quartalsverlust: 91 Mio. Euro
Beim operativen Gewinn (EBITDA) stand im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 ein Minus von 56 Prozent zu Buche (70 Mio. Euro). Unter dem Strich verbuchte der Münchener Konzern von Januar bis März einen Verlust von 91 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 57 Mio. Euro erzielt wurde.

„In unserer 113-jährigen Geschichte haben wir immer wieder herausfordernde Zeiten erlebt, aus denen wir aber jeweils gestärkt hervorgegangen sind. Unsere langfristige Strategie mit der Umsetzung neuer Anwendungen im LED-Bereich bleibt intakt“, so Olaf Berlien, der Vorstandsvorsitzende der OSRAM Licht AG.

Schwaches Geschäft
Im abgeschlossenen Quartal verbuchte der Geschäftsbereich Opto Semiconductors einen Umsatzrückgang auf vergleichbarer Basis von 19 Prozent. Laut Osram haben sich hier konjunkturelle Effekte sowie die Schwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten niedergeschlagen, die zu hohen Lagerbeständen vor allem in China geführt haben.

Weitere Umsatzrückgänge erwartet
Die Umsatzerlöse des Bereichs Automotive lagen 11 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Sektor Digital verringerte sich der Umsatz um 9 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert Osram im fortgeführten Geschäft Umsatzeinbußen von 11 bis 14 Prozent.

Übernahme-Poker geht weiter
Der im MDAX notierte Konzern befindet sich weiterhin in intensiven Übernahmegesprächen mit den Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Carlyle. Die Due-Diligence-Prüfung dauert noch an, so Osram. Bain und Carlyle haben die ursprünglich genannten Fristen bereits deutlich überzogen, womit es ungewiss bleibt, ob eine Übereinkunft erreicht wird.

Weiteres Korrekturpotenzial
An der Börse notiert Osram Licht im Vergleich zum Vortag quasi unverändert (aktuell: 29,02 Euro). Charttechnisch ist die Aktie angeschlagen. Seit dem bisherigen 2019er-Top vom 15. Februar bei 41,15 Euro ging es für die Notierungen um rund 30 Prozent nach unten. Damit notiert Osram Licht jetzt so tief wie zuletzt im Jahr 2014. Mangels weiterer Unterstützungen könnte sich die Talfahrt bis zum 2014er-Tief bei 26,60 Euro fortsetzen. Die Aktie ist derzeit ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die von der Stärke von Osram Licht überzeugt sind, können mit einem Mini Future Bull auf Osram Licht (WKN: HX4V7R / ISIN: DE000HX4V7R1) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Zertifikat (WKN: HX2T4A / ISIN: DE000HX2T4A0) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

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[…] (WKN: LED400 / ISIN: DE000LED4000) musste aufgrund eines schwierigen Marktumfelds zu Jahresbeginn mit Umsatzrückgängen und einem Verlust leben. Mehrere Gewinnwarnungen haben das […]

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