Bildquelle: Pressefoto © Munich Re

Rückversicherer spielen in der heutigen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Sie verteilen Risiken, weltweit. Versicherte Unternehmen können sich auf Investitionsvorhaben konzentrieren, ohne der Angst ausgesetzt zu sein, bei der nächsten Naturkatastrophe Pleite zu gehen. Trotz der nicht immer einfachen Risikoverteilung haben die Rückversicherer stets ihre Anteilseigner im Blick.

Auch Versicherer brauchen Versicherungsschutz

Niemand bezahlt gerne Versicherungsbeiträge. Doch im Fall der Fälle ist jeder froh, eine Versicherung abgeschlossen zu haben. Heutzutage kann man sich gegen unzählige Risiken absichern. Selbst Versicherer benötigen Versicherungsschutz. Zu diesem Zweck wenden sie sich an Rückversicherer. Diese versichern das von den Erstversicherern übernommene Risiko. Es kommt sogar vor, dass Rückversicherer Rückversicherungsverträge abschließen. In diesem Fall spricht man von der so genannten Retrozession. Versicherer und Rückversicherer versuchen einen Ausgleich zwischen verschiedenen Risiken zu finden. Ein lokal agierendes Rückversicherungsunternehmen, das lediglich wenige Versicherungsnehmer in der Nähe des Wassers vor Überschwemmungsschäden schützt, wird bei einem Hochwasser Probleme damit haben, die Versicherungssummen auszuzahlen und Gewinne zu erwirtschaften. Aus diesem Grund werden die Risiken heutzutage über den gesamten Globus verteilt. Im Fokus des Rückversicherungsgeschäfts steht die Risikobewertung.

Dank der voranschreitenden Digitalisierung sind Unmengen von Daten zu früheren Naturkatastrophen oder anderen Schadenfällen vorhanden. Diese werden mithilfe komplizierter Rechenmodelle ausgewertet. Am Ende sollen Eintrittswahrscheinlichkeiten für mögliche Schadenszenarien berechnet werden. Je nach Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Preise für den Rückversicherungsschutz festgelegt. Versicherungsnehmer können dann selbst abschätzen, welche Risiken sie einzugehen bereit sind und welche Prämienhöhe sie noch akzeptieren möchten. Weniger Schadenfälle bedeutet für die Rückversicherer zunächst, dass die Auszahlungen geringer sind. Gleichzeitig fangen Versicherungsnehmer an darüber nachzudenken, ob sie überhaupt einen Versicherungsschutz brauchen, was zu weniger Versicherungsverträgen und damit geringeren Prämieneinnahmen bei den Versicherern führt. Andernfalls können teure Schadenfälle den Versicherungsnehmern die Vorteile des Versicherungsschutzes vor Augen führen und zu einer wachsenden Zahl von Versicherungsverträgen führen. Allerdings wachsen auch die Auszahlungssummen aus den Versicherungsverträgen.

Munich Re und die eine Konstante

Trotz der Volatilität im Rückversicherungsgeschäft zeichnete sich Munich Re (WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026), der weltweite Marktführer, in den vergangenen Jahren als solider Dividendenwert aus. Die Dividendenrendite lag zuletzt regelmäßig bei knapp 5 Prozent. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 gönnte Munich Re seinen Anteilseignern eine deutliche Dividendenerhöhung um 65 Cent auf 9,25 Euro je Aktie. Im Jahr 2017, als teure Naturkatastrophen für einen deutlichen Gewinneinbruch sorgten, schaffte es der Konzern die Ausschüttung an die Anteilseigner mit 8,60 Euro je Aktie im Vorjahresvergleich konstant zu halten.

Außerdem erfreut Munich Re Anleger regelmäßig mit Aktienrückkäufen. Das heißt jedoch nicht, dass das Unternehmen Zukunftsinvestitionen vernachlässigen würde. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Nicht nur in der Finanzindustrie. Um sich für die Zukunft zu wappnen hat Munich Re das im Bereich des industriellen Internets der Dinge (IoT) starke Technologieunternehmen Relayr übernommen. Gemeinsam wollen Munich Re und Relayr Servicedienstleistungen anbieten, die neben der Technologie auch Risikomanagement, Datenanalyse und finanzielle Instrumente beinhalten. Gleichzeitig bieten sich der gesamten Versicherungsbranche bei der Versicherung von Cyberrisiken enorme Wachstumsmöglichkeiten.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Munich Re-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MF1GZX / ISIN: DE000MF1GZX2) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MF1HVN / ISIN: DE000MF1HVN0) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Munich Re-Aktie zu setzen.

Hannover Re: MDAX-Wert auf Rekordjagd

Deutschland hat neben dem weltweiten Marktführer Munich Re im Rückversicherungsbereich mit Hannover Re (WKN: 840221 / ISIN: DE0008402215) ein weiteres Schwergewicht im Wettbewerb. Die Hannover Re-Aktie ist im MDAX notiert. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Versicherungskonzern Talanx (WKN: TLX100 / ISIN: DE000TLX1005). Zuletzt lag der Anteil bei 50,2 Prozent, der Rest befindet sich in Streubesitz. Die Hannover Rück ist mit einem Prämienvolumen von über 19 Mrd. Euro der viertgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung. Hannover Re überzeugte zuletzt mit seiner Dividendenpolitik.

Die Ausschüttung wurde entweder gesteigert oder in Jahren mit hohen Belastungen aus Naturkatastrophen zumindest stabil gehalten, so dass sich in den vergangenen Jahren regelmäßig eine Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent ergeben hat. Darüber hinaus legte die Hannover Re-Aktie in den vergangenen Jahren einen steilen Anstieg hin. Zuletzt kletterte das Papier trotz der zwischenzeitlichen Börsenturbulenzen sogar auf ein neues Allzeithoch. Seit Anfang des Jahres wurde ein Kursplus von rund 15 Prozent erzielt. Trotzdem bleibt die Bewertung der Aktie moderat. Das für 2020 geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 13.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Hannover Re-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des MDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HX34E0 / ISIN: DE000HX34E00) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: HX7DE6 / ISIN: DE000HX7DE63) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Hannover Re-Aktie zu setzen.

Swiss Re bleibt optimistisch

Nach Munich Re befindet sich die Schweizerische Rückversicherungsgesellschaft (Schweizer Rück oder Swiss Re) auf Platz zwei der Rückversicherungsriesen. Ebenso wie die deutsche Branchenkonkurrenz überzeugte auch Swiss Re (WKN: A1H81M / ISIN: CH0126881561) zuletzt mit attraktiven Ausschüttungen. Zudem gab es Aktienrückkäufe. Dabei war 2018 kein Rekordjahr in Sachen Naturkatastrophen wie 2017, jedoch ebenfalls nicht zu verachten. Trotzdem konnte Swiss Re seinen Gewinn steigern. Darüber hinaus zeigte sich das Management der Schweizer für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Zu diesem Optimismus hat unter anderem die Erneuerungsrunde einiger Rückversicherungsverträge zu Beginn des Jahres beigetragen.

Zudem konnten die Schweizer im ersten Quartal des Jahres auf gute Geschäfte in den Bereichen Rückversicherung Leben und Gesundheit sowie ein starkes Ergebnis in der Investmentsparte verweisen, während sich in der Schaden- und Unfallrückversicherung einige teure Ereignisse wie Überschwemmungen in Australien und der Absturz eines Boeing-Flugzeugs in Äthiopien negativ bemerkbar machten. Unter Anlegern sorgen derzeit ohnehin auch die möglichen Börsenpläne der Tochter ReAssure, die große Lebensversicherungsbestände abwickelt, für Fantasien.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Swiss Re-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des SMI-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VF1BBE / ISIN: DE000VF1BBE3) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VF44D0 / ISIN: DE000VF44D03) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Swiss Re-Aktie zu setzen.

General Re: Warren Buffett macht auch im Rückversicherungsgeschäft eine gute Figur

An den Finanzmärkten genießt US-Investorenlegende Warren Buffett einen hervorragenden Ruf. Dabei gehört der Versicherungsarm seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2 / ISIN: US0846707026) nicht gerade zu den spektakulärsten Segmenten, kann jedoch mit einigen Erfolgen aufwarten. General Re ist für den Bereich Rückversicherung zuständig. Das Unternehmen hat deutsche Wurzeln. 1846 soll laut Unternehmensdarstellung mit der damaligen Kölnischen Rück sogar die weltweit erste unabhängige, professionelle Rückversicherungsgesellschaft gegründet worden sein. Berkshire Hathaway stieg 1998 ein. Ein Schritt, den Warren Buffett nicht bereut haben dürfte.

Nicht bereut haben dürften Anteilseigner Berkshire Hathaways Anfang Mai den Gang zur Hauptversammlung des Konzerns in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Schließlich verkündete der bereits 88-jährige Firmenchef einen Gewinn für das abgelaufene Quartal von 21,7 Mrd. US-Dollar. Während Anleger diesem Wert laut Buffett wegen neuer Bilanzierungsregeln und hoher Schwankungen nicht zu viel Gewicht beimessen sollten, konnte das deutlich aussagekräftigere Betriebsergebnis um 5 Prozent auf 5,6 Mrd. US-Dollar gesteigert werden.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Berkshire Hathaway-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen der Beteiligungsgesellschaft profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: DS6UUX / ISIN: DE000DS6UUX9) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: DS6CH4 / ISIN: DE000DS6CH46) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Berkshire Hathaway-Aktie zu setzen.

Fazit

Große Rückversicherer wie Munich Re haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie selbst mit den finanziellen Auswirkungen großer Naturkatastrophen fertig werden, für einen volkswirtschaftlich wichtigen Risikoausgleich sorgen und ihren Anteilseignern attraktive Renditen bieten können.

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Bildquelle: Pressefoto © Munich Re

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