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Bei der Beteiligungsgesellschaft Blue Cap (WKN: A0JM2M / ISIN: DE000A0JM2M1) ist richtig Leben drin. Weniger im operativen Business, das gewohnt souverän läuft, wie die 2018er Jahreszahlen belegt hatten, als vielmehr im Ringen um Macht und Einfluss.

Denn nachdem Dr. Hannspeter Schubert, Macher und CEO der Blue Cap AG, mit 44% den größten Teil seines Aktienpakets an die PartnerFonds AG verkauft hatte, war eigentlich ein einvernehmliches Zusammengehen der beiden Gesellschaften unter dem Dach der Blue Cap AG angedacht. Daraus wurde bekanntlich ja nichts; es gab vielmehr eine unschöne Eskalation, bei der auch mit harten Bandagen gekämpft wurde. In den letzten Tagen gab es nun gleich mehrere Entwicklungen, die aufhorchen lassen…

Der neue Player: Evoco

Zunächst einmal hat die schweizerische Evoco AG mit ihrem Erwerbsangebot für PartnerFonds AG-Aktien Erfolg gehabt und konnte insgesamt 18,34% der PF-Aktien für 1,50 Euro je Atück einsammeln. Damit ist die Evoco nun der größte Aktionär der PartnerFonds AG vor Dr. Schubert.

Evoco dürfte kein Interesse an dem Machtkampf bei Blue Cap haben, sondern die Schweizer konnten die PartnerFonds-Aktien einsammeln und damit auch indirekt eine Beteiligung bei der Blue Cap AG, deren Aktien mit 16 Euro bei nur rund der Hälfte ihres NAV notieren, der bei 30 Euro anzusiedeln ist.

ParterFonds Zugriff auf den Aufsichtsrat von Blue Cap 2.0

Nun hat Blue Cap am Freitagabend gemeldet, man habe ein Ergänzungsverlangen der PartnerFonds AG für die am 7. Juni stattfindende Blue Cap-Hauptversammlung erhalten, in dem es um die Neu- und Umbesetzung des Aufsichtsrates geht…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter…

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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