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Erwartet wird im Zuge der Europawahl 2019 ein deutlich höherer Stimmenanteil – möglicherweise ein Drittel – für europakritische Parteien. Erst wenn dieser deutlich über den Erwartungen ausfallen sollte, sind kurzfristige negative Auswirkungen auf die europäischen Aktienbörsen zu erwarten.

Relativiert wird das Ergebnis jedoch durch die Teilnahme Großbritanniens an der Wahl. Dort liegt die in diesem Jahr neu gegründete Brexit-Partei von Nigel Farage mit Abstand vor den Tories und Labour. Mit dem Austritt aus der EU werden die britischen Abgeordneten jedoch das Parlament verlassen. Es bleibt abzuwarten, ob die etablierten Parteien mehr Wähler als in vorangegangenen Urnengängen mobilisieren können und dadurch stärker als prognostiziert abschneiden.

Das für die Börsen wichtigere Ereignis sind die Veröffentlichungen der vorläufigen Markit-Einkaufsmanagerindizes (EMI) für Deutschland, Frankreich, die Eurozone und die USA. Sollte sich der seit Monaten anhaltende Abwärtstrend im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland manifestieren, dürften deutsche Aktien zunächst weiter nachgeben.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Donner & Reuschel / Pixabay / hpgruesen

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