Bildquelle: Pressefoto United Internet

Angesichts der steigenden Gebote bei der Auktion um die Mobilfunkfrequenzen der fünften Generation (5G) kürzen United Internet (WKN: 508903 / ISIN: DE0005089031) und die Tochtergesellschaft 1&1 Drillisch (WKN: 554550 / ISIN: DE0005545503) die Dividenden.

Die beiden Unternehmen wollen auf ihren Hauptversammlungen am 23. Mai (United Internet) und am 21. Mai (1&1 Drillisch) vorschlagen, jeweils nur eine Dividende von 5 Cent für das zurückliegende Jahr auszuschütten, wie die Konzerne separat mitteilten.

Dividenden abhängig von 5G-Auktion
United Internet und 1&1 Drillisch hatten bereits im März angekündigt, den Dividendenvorschlag vom Ausgang der 5G-Auktion abhängig zu machen. Da die Auktion aber noch läuft und es noch offen ist, ob United Internet und 1&1 Drillisch Frequenzen ersteigern werden, sollen nun die Dividenden auf 5 Cent je Aktie gekürzt werden.

Vorbeugende Maßnahme
Mit dieser vorbeugenden Maßnahme soll gewährleistet werden, dass die erforderlichen zusätzlichen Investitionen getätigt werden können für den Fall, dass Frequenzen ersteigert werden. Kommt es nicht dazu, haben United Internet und 1&1 Drillisch Dividenden von 0,90 Euro respektive 1,80 Euro in Aussicht gestellt.

Prognose deutlich übertroffen
Die Gebote der 5G-Auktion belaufen sich mittlerweile auf 5,9 Mrd. Euro. Damit wurde die Prognose von Branchenexperten in Höhe von maximal 5 Mrd. Euro bereits deutlich übertroffen.

United Internet: Charttechnisch angeschlagen
An der Börse verzeichnet United Internet am Dienstag einen Kursgewinn von 0,9 Prozent (aktuell: 32,53 Euro). Die Aktie, die seit Mitte vergangenen Jahres um mehr als 40 Prozent zurückgesetzt hat, ist charttechnisch weiter angeschlagen. Denn United Internet notiert im Abstand von 13 Prozent unter der bei 37,30 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie und damit in einem starken Abwärtstrend.

Sollte die Aktie erneut korrigieren, kommt es darauf an, dass die Tiefs von Februar und Mai bei rund 30 Euro nicht unterboten werden. Andernfalls könnte ein weiterer Kurseinbruch bis zur nächsten runden Marke bei 20 Euro folgen.

Drillisch: Starker Abwärtstrend
Bei 1&1 Drillisch sieht die Lage charttechnisch sogar noch negativer aus. Die Aktie verlor seit dem Zwischenhoch vom Juni 2018 bei rund 64 Euro bis zum Dienstag der laufenden Woche 55 Prozent an Wert (aktuell: 28,70 Euro, +0,4 Prozent).

1&1 Drillisch notiert damit 26 Prozent unter der 200-Tage-Linie (39 Euro), womit der Abwärtstrend hier noch wesentlich stärker ausgeprägt ist als bei United Internet. Sollte 1&1 Drillisch unter das Tief vom 17. Mai bei 27 Euro fallen, dürften die Notierungen zügig die runde 20er-Marke ansteuern. United Internet und 1&1 Drillisch sind damit derzeit klare Short-Kandidaten.

Anleger, die von der Schwäche von United Internet überzeugt sind, können mit einem Mini-Future-Short-Zertifikat auf United Internet (WKN: MF9LUS / ISIN: DE000MF9LUS6) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Wer bei 1&1 Drillisch auf fallende Kurse setzen möchte, kann das Turbo-Short-Zertifikat (WKN: MF9LYS / ISIN: DE000MF9LYS8) dazu nutzen.

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