Bildquelle: Pressefoto Daimler

Am Mittwochvormittag, um 10 Uhr, startet die Hauptversammlung von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) in Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltung geht es um eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Der Automobilkonzern will sich mit einer neuen Struktur und mehr Selbstständigkeit in den einzelnen Sparten flexibler aufstellen und für die Veränderungen in der Branche rüsten.

Neuer Vorstandsvorsitzender
Außerdem soll bei der Hauptversammlung ein neuer Mann die Führung des Stuttgarter Konzerns übernehmen. Der bisherige Entwicklungschef Ola Källenius löst den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche ab. Dessen Amtszeit läuft mit dem Ende der Hauptversammlung ab.

Drei eigenständige Konzerneinheiten
Doch zunächst haben die Aktionäre von Daimler das Wort, bevor das „Projekt Zukunft“ endgültig in Angriff genommen werden kann. Denn die Anleger entscheiden über den Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat, nach dem das Unternehmen in drei rechtlich eigenständige Einheiten aufgeteilt wird.

Mehr Freiräume schaffen
In der Mercedes-Benz AG soll in Zukunft das Geschäft mit Autos und Vans zusammengefasst werden. Der Bereich Lastwagen und Busse wird in die Daimler Truck AG integriert. Der Sektor der Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen, der auch bisher schon eigenständig war, bekommt den neuen Namen Daimler Mobility AG. Ziel der Umstrukturierung ist es, den einzelnen Bereichen mehr Freiräume zu schaffen wie bspw. bei der Kooperation mit anderen Konzernen.

Große Herausforderungen
Der künftige neue Vorstandsvorsitzende Ola Källenius steht vor großen Herausforderungen. Dazu zählen der schwächelnde Autoabsatz, Diesel-Rückrufe, Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgasteststandard WLTP sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China, die den Konzern derzeit belasten und im vergangenen Geschäftsjahr für einen kräftigen Gewinneinbruch sorgten. Negative Effekte sind außerdem von den noch laufenden Verfahren im Diesel-Skandal und den Kartellermittlungen der Europäischen Union zu befürchten.

Zetsche soll Aufsichtsratschef werden
Dieter Zetsche, der den Daimler-Konzern seit über 13 Jahren führt, soll nach einer zweijährigen sogenannten Abkühlungsphase im Jahr 2021 Mitglied des Aufsichtsrates werden. Geplant ist, dass Zetsche gleichzeitig auch das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden antritt.

Neue Aufholbewegung im laufenden Jahr
Daimler setzt die aktuelle Konsolidierung am Mittwochvormittag mit einem Minus von 1,8 Prozent fort (51,93 Euro). Die Aktie erlebte im vergangenen Jahr eine steile Börsen-Talfahrt. Dabei ging es für die Notierungen auf Jahressicht um 35 Prozent nach unten. Im laufenden Jahr startete Daimler eine neue Aufholbewegung und schraubte sich vom Januar-Tief bei rund 45 Euro bis Mitte April auf 59 Euro nach oben (Acht-Monats-Hoch).

Kampf mit der 200-Tage-Linie
Im Anschluss wechselte Daimler wieder in den Konsolidierungs-Modus. Dabei fiel die Aktie zum Wochenbeginn knapp unter die bei 53 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurück. Charttechnisch könnte Daimler jetzt noch einmal die Tiefs von März und Februar bei 49 und 48 Euro testen. Sollte Daimler dagegen die zu Jahresanfang gestartete Aufholbewegung fortsetzen, liegt das nächste Kursziel wieder bei 59 Euro. Darüber rückt die 68er-Marke (Mai-2018-Top) ins Visier.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Daimler-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VA873B / ISIN: DE000VA873B2) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VL72H8 / ISIN: DE000VL72H89) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Daimler-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

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