Bildquelle: Pressefoto adidas

Under Armour – Im Aufschlussversuch an die besten Jahre

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour aus Baltimore wurde im Jahr 1996 von Gründer und CEO Kevin Plank gegründet, welcher als junger College-Football-Spieler unzufrieden mit der Ausrüstung seines damaligen Teams war. Schnell entwickelte sich das Unternehmen zum Spezialisten und Marktführer im Bereich der Thermo-Sportunterwäsche und Kampfsportbekleidung. Seit dem Börsendebut 2005 hat Under Armour sein Angebot um mehr Sportbekleidung, Freizeitbekleidung und Schuhwerk aller Art erweitert.

Seitdem ist viel passiert. Nike, Reebok und Puma stiegen als starke Konkurrenten in den Spezialsport-Bekleidungsmarkt ein und übernahmen jeweils einen großen Teil der Marktanteil in diesem Markt. Vor zwei Jahren war es mit den zweistelligen Wachstumsraten abrupt vorbei, da die Konkurrenz in den o.g. Märkten schnell aufschloss. Daraufhin begann eine groß angelegte Neustrukturierung des Unternehmens, was Jobstreichungen, Austausche im Top-Management und Schließung von Filialen zur Folge hatte. Obwohl Experten diese radikale Neustrukturierung optimistisch betrachten konnten die Marktkonkurrenten in dieser Zeit noch weiter in den Bereichen aufschließen und Under Armour in ihrem ehemaligen Expertengebiet sogar übertrumpfen.

Dennoch geht die Restrukturierung von Under Amour weiter voran und CEO Plank verspricht für 2019 ein Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anleger hoffen, dass der Umbau schnell von statten geht und verhalfen den Papieren seit Jahresbeginn zu einem Anstieg von mehr als 25 Prozent.

Nike und Adidas – ein Kopf- an-Kopf-Rennen an der Spitze

Bereits seit mehreren Monaten herrschen zwischen der US-amerikanischen Regierung und der chinesischen Regierung Uneinigkeiten in Sachen Handel und Export- bzw. Importzöllen. Nun haben diverse US-Schuhhersteller, darunter auch Under Armour (WKN: A0HL4V / ISIN: US9043111072) und Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) an Präsident Donald Trump plädiert, ihre Produkte von den geplanten Importzöllen auszunehmen. Der Branchenverband FDRA erklärte Präsident Trump, dass «Der angedachte zusätzliche Zoll von 25 Prozent auf Schuhe für die Verbraucher und Firmen (…) katastrophal» wären.

Auch Europas größter Sportkonzern Adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) sieht sich zurzeit unter Druck gesetzt, allerdings handelt es sich hierbei eher um ein Luxusproblem. Die dreifach gestreiften Waren des DAX-Konzerns aus Herzogenaurach kommen gut an und sind so gefragt wie noch nie. Adidas Chef Kasper Rorsted kann gar nicht so viel liefern, wie von den Kunden erwünscht. Anfang März warnte Rorsted bereits davor, dass Engpässe in der hauseigenen Bekleidungsproduktion das diesjährige Umsatzwachstum um möglicherweise ein bis zwei Prozent verringern könnte, was insgesamt in etwa EUR 200 Mio. bis EUR 400 Mio. entspricht. Dennoch ist diese Baustelle bei Adidas eher als ein «positives» Problem anzusehen. Gerade im letzten Jahr konnte der deutsche Sportartikelhersteller die operative Marge und den Gewinn deutlich erhöhen. Auch die Aktionäre hatten etwas zu feiern – die Dividende stieg um 29 Prozent zum Vorjahresausschuss auf zuletzt EUR 3,35 pro Aktie…

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto adidas

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