Bildquelle: Pressefoto Facebook

Nach verschiedenen Datenskandalen und den anhaltenden Diskussionen zum Thema Datensicherheit sowie der Verbreitung von Fake News, versucht Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) sein ramponiertes Image aufzupolieren. Schließlich beruht das Geschäftsmodell des führenden Sozialen Netzwerks darauf, dass Nutzer ihm ihre Daten anvertrauen. Sollten sie das Vertrauen verlieren, kann die Abwanderung von Usern ganz schnell vonstatten gehen. Im Moment muss sich der Konzern allerdings keine allzu großen Sorgen machen. Die Alternativen sind rar.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass User Facebook den Rücken kehren und sich WhatsApp oder Instagram zuwenden. Nur blöd, dass der Kurznachrichtendienst WhatsApp und der Foto- und Videodienst Instagram bereits zu Facebook gehören. Allerdings könnte gerade diese Marktmacht zu einem Problem werden. Facebook-Mitgründer Chris Hughes forderte jüngst in einem Beitrag in der „New York Times“ die Zerschlagung des Konzerns. Das Unternehmen sollte sich wieder von WhatsApp und Instagram trennen und stärker reguliert werden. Er ist bei weitem nicht allein.

Facebook ist längst Thema im US-Präsidentenwahlkampf 2020. Beispielsweise hat sich die demokratische Senatorin und Bewerberin um das Präsidentenamt, Kamala Harris, dafür ausgesprochen, die US-Regierung eine Aufspaltung Facebooks zumindest prüfen zu lassen. Die Senatorin Elizabeth Warren geht deutlich weiter. Sie möchte Facebook und auch andere US-Tech-Konzerne wie Google oder Amazon zerschlagen. Facebook selbst möchte von so etwas natürlich nichts wissen, allerdings weiß auch Konzernchef Mark Zuckerberg, was die Stunde geschlagen hat.

Er inszeniert sich und Facebook als Vorreiter im Kampf um Datensicherheit und Privatsphäre. Zuckerberg selbst fordert eine stärkere, aber vor allem einheitliche Regulierung im Internet. Zudem investiert das Unternehmen kräftig in Mitarbeiter und die notwendige Technik, um entschiedener gegen Missbrauch vorgehen zu können.

Dies führte zuletzt dazu, dass Facebook im ersten Quartal des Jahres 2,2 Milliarden gefälschte Accounts löschte. Der User-Zahl hat dies nicht geschadet. Zum Ende des ersten Quartals hatte Facebook weltweit 2,38 Milliarden monatlich aktive Nutzer (Monthly active users, MAUs). Die Zahl der täglichen Nutzer (Daily active users, DAUs) lag bei 1,56 Milliarden.

Die US-Politik dürfte nicht so weit gehen und Facebook tatsächlich zerschlagen. Einige kleinere Strafzahlungen in Zusammenhang mit dem Skandal um Cambridge-Analytica und einige Datenschutz-Pannen dürfte Facebook überstehen. Vor dem Hintergrund der Ermittlungen der US-Handelsbehörde FTC legte Facebook im ersten Quartal bereits 3 Mrd. US-Dollar zur Seite. Trotzdem lag der Nettogewinn im ersten Quartal immer noch bei 2,4 Mrd. US-Dollar, während die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 26 Prozent auf 15,1 Mrd. US-Dollar schossen. Es braucht schon etwas mehr, um Facebook aus der Bahn zu werfen.

Anleger, die von der Stärke von Facebook überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat 5x Long (WKN: MF8LY2 / ISIN: DE000MF8LY24) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC13L2 / ISIN: DE000MC13L20) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Facebook-Aktie zu setzen.

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Tim Neubert
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Tim Neubert

Ich möchte meine Privatsphäre haben. Die habe ich aber nicht, da im Grunde jeder Internet User (ob mit FB Account oder nicht) seine Daten an Facebook gibt. Das ist für mich ein Unding. Es scheint auch ein Verständnisproblem von Privatsphäre seitens Zuckerberg zu geben. In dem Zusammenhang lese ich E2E Verschlüsselung, ja das ist etwas sicherer, hat aber nach meinem Verständnis nicht damit zu tun, wie ich Privatsphäre verstehe. Siehe Social Media Buttons auf fast allen Internetseiten. Ich könnte es verstehen, wenn ausschließlich diejenigen getrackt werden, die ein FB Konto haben. Aber in meinem Fall landen die Daten als Schattenprofil.… Weiterlesen »

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