Bildquelle: Pressefoto Daimler

Derzeit hält der Handelsstreit zwischen den USA und China die Aktienmärkte in Atem. Im Zuge der jüngsten Eskalation des Handelskonflikts haben sich die beiden Weltmächte mit neuen Strafzöllen überzogen. Dabei gilt es zu bedenken, dass zwischen den USA und der EU in Sachen Handel alles andere als Frieden herrscht. Im Fokus dieses Streits steht die Automobilindustrie.

Zwar hat US-Präsident Donald Trump kurz vor Auslaufen einer Frist die Entscheidung über Sonderzölle für Automobilimporte aus der EU um 180 Tage verschoben, dies bedeutet jedoch nicht, dass man in der europäischen Autobranche ruhig schlafen kann. Die Unsicherheiten verfolgen Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) & Co weiter. Dabei ist das Thema Handel nicht das einzige, womit sich die Autobauer hierzulande herumschlagen müssen.

Die Automobilkonzerne werkeln gerade an der Mobilität der Zukunft. Es sind enorme Investitionen geplant, nicht nur in elektrische Antriebe, sondern auch in die Vernetzung der Fahrzeuge und das autonome Fahren. Nicht umsonst sprach Dieter Zetsche bei seinem letzten Auftritt als Daimler-Vorstandsvorsitzender auf der Daimler-Hauptversammlung am 22. Mai davon, dass die Schwaben den größten Wandel ihrer Geschichte eingeleitet hätten.

Daimler will auch mit dem neuen Konzernchef Ola Källenius in der Automobilindustrie die Führungsrolle übernehmen. Allerdings wird es für ihn nicht einfach. Schließlich umfasst der von Zetsche beschriebene Wandel nicht nur die Produkte und Technologien von Daimler, sondern auch das Geschäftsmodell und die Unternehmenskultur. In Zukunft sollen das Pkw- und Van-Geschäft sowie das Lkw- und Bus-Geschäft durch eine Ausgliederung rechtlich selbstständig agieren. Allerdings hängt der zukünftige Erfolg auch davon ab, wie sich Daimler auf wichtigen Märkten platzieren kann.

Trotz der aktuellen Schwäche des chinesischen Automarktes dürfte insbesondere der größte Automarkt der Welt über den Erfolg oder Misserfolg der neuen Daimler-Strategie mitentscheiden. Umso wichtiger, dass sich der DAX-Konzern zuletzt in China relativ gut behaupten konnte. Am 24. Mai meldete der Herstellerverband CAAM (Chinese Association of Automobile Manufacturers) für den Monat April einen Rückgang beim Pkw-Absatz im Vorjahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 1,58 Millionen Fahrzeuge. In den ersten vier Monaten des Jahres fielen die Absätze um knapp 15 Prozent auf 6,84 Millionen Autos. Die Daimler-Marke Mercedes-Benz verkaufte dagegen laut Unternehmensanageben vom 10. Mai im Monat April mit 57.707 knapp 1 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum. Nach vier Monaten liegt das Absatzplus in China bei 2,2 Prozent auf 232.050 Fahrzeuge, während konzernweit Absatzrückgänge zu verzeichnen waren.

Allerdings geht das Management von einer Belebung des Geschäfts im weiteren Jahresverlauf aus. Schließlich sollen laut Prognose im Geschäftsjahr 2019 Absatz, Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Mittel- bis langfristig hat Daimler noch wesentlich höhere Ziele. Während der nächsten 20 Jahre soll die Neuwagenflotte von Mercedes-Benz Cars CO2-neutral werden, bereits 2030 peilt das Unternehmen mehr als 50 Prozent des Pkw-Absatzes mit Plug-In Hybriden oder rein elektrischen Fahrzeugen an. Umso wichtiger war nun die erfolgte Vertriebsfreigabe und der Produktionsstart des Mercedes-Benz EQC, des ersten Modells der der EQ-Familie.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DX8LLG / ISIN: DE000DX8LLG1) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,22, die Barriere bei 37,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DC4HLY / ISIN: DE000DC4HLY6, aktueller Hebel 4,14, Barriere bei 55,70 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 30.05.2019/ Ein Gastkommentar von Christian-Hendrik Knappe, db x-markets

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[…] Mit dem Mercedes-Benz EQC steigt Daimler nun so richtig in den Elektroautomarkt ein. Andere Unternehmen sind wesentlich weiter. Zum Beispiel der kalifornische Elektrowagenbauer Tesla. Doch dies bedeutet nicht, dass die Schwaben nicht zu einem erfolgreichen Überholmanöver ansetzen könnten. Mehr dazu hier. […]