Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) plant die bislang größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte. Der im DAX und im TecDAX notierte Chip-Hersteller will für 9 Mrd. Euro den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor (WKN: 871117 / ISIN: US2328061096) kaufen.

Übernahmepreis: 9 Mrd. Euro
Im Rahmen der Übernahme will Infineon den Cypress-Aktionären 23,85 US-Dollar je Anteil anbieten, wie der in Neubiberg ansässige Konzern mitteilte. Laut Infineon entspricht dies einem Aufschlag von 46 Prozent auf den Durchschnittskurs der zurückliegenden 30 Handelstage, womit sich ein Unternehmenswert von rund 9 Mrd. Euro errechnet.

Führungsspitze von Cypress Semiconductor ist einverstanden
Laut Infineon konnte sich der Konzern bereits die Unterstützung der Cypress-Führungsspitze sichern. Die Übernahme soll bis spätestens Anfang 2020 abgeschlossen werden. Ein entsprechender Vertrag mit dem US-Unternehmen sei unterzeichnet worden. Geplant ist, die Kaufsumme bis zu 30 Prozent durch neues Eigenkapital zu finanzieren.

Massive Synergie-Effekte
Das Ziel der Übernahme besteht darin, dass Infineon die Ausrichtung auf strukturelle Wachstumstreiber stärkt und das Anwendungsspektrum erweitert. Wegen der zu erwartenden Größeneffekte erwartet Infineon bis 2022 jährliche Kostensynergien von 180 Mio. Euro. Infineon zufolge ermöglichen die sich ergänzenden Portfolios zusätzliche Angebote von Chip-Lösungen, die sich langfristig in Umsatzsynergien in Höhe von über 1,5 Mrd. Euro pro Jahr niederschlagen dürften.

Aktie wird kräftig abgestraft
Während die Aktie von Cypress Semiconductor einen Kursgewinn von knapp 30 Prozent verzeichnet, fällt die Reaktion auf die geplante Übernahme bei Infineon bislang negativ aus. Die DAX-Aktie liegt am Montagvormittag mit rund 5 Prozent in der Verlustzone und ist damit der stärkste Verlierer im DAX (aktuell: 15,27 Euro). Der Kurs, der seit Anfang Mai zurücksetzt, notiert durch den jüngsten Kursabschlag jetzt so tief wie zuletzt im Jahr 2016.

Infineon klar im Abwärtstrend
Charttechnisch kommt es jetzt darauf an, dass die Unterstützung bei 15 Euro hält. Bei einem Unterschreiten liegen die nächsten Korrekturziele bei 14 und 13 Euro. Für eine Trendwende nach oben müsste die 200-Tage-Linie (19 Euro) zurückerobert werden. Dafür wäre aber ein kräftiger Kursanstieg von 24 Prozent nötig. Aufgrund des hohen Abstands zur 200-Tage-Linie und des neuen Verkaufssignals vom Montagvormittag zeigen die Trendpfeile für Infineon derzeit klar nach unten.

Anleger, die auf weitere Kursrücksetzer bei Infineon setzen wollen, können mit einem Mini Future Bear auf Infineon (WKN: HX9YYG / ISIN: DE000HX9YYG1) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Wer dagegen von steigenden Kursen bei Infineon profitieren möchte, hat mit dem folgenden Mini Future Bull die Möglichkeit dazu (WKN: HU5MH1 / ISIN: DE000HU5MH18).

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