Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

So wirklich gute Erfahrungen mit Übernahmen in den USA haben deutsche Firmen zuletzt nicht gemacht. Das abschreckenste Beispiel lieferte Bayer mit dem milliardenschweren Monsanto-Deal, an dessen Folgen die Leverkusener auch heute noch schwer zu schlucken haben – ohne ein Ende des Schreckens erkenne zu können. Trotzdem gibt es immer wieder DAX-Unternehmen, die der Versuchung nicht widerstehen können. Diesmal ist es Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004). Der Chip-Hersteller will für insgesamt rund zehn Milliarden Dollar den US-Mitbewerber Cypress (WKN: 871117 / ISIN: US2328061096) kaufen.

Ein maßgeblicher Grund für den Kauf ist das Streben der Top-Manager nach schierer Größe. So erklärt Vorstandschef Reinhard Ploss am heutigen Montag, dass Infineon mit der Transaktion in die „Top 10“ der Halbleiterhersteller weltweit aufsteigt. Der Kapitalmarkt straft Ploss dafür kräftig ab. Hauptgrund für das Kursminus von rund acht Prozent ist die Tatsache, dass der Manager einen Teil der Kaufsumme über die Ausgabe neuer Aktien hereinholen will. Dies verwässert den Gewinn pro Aktie. Der zweite Grund ist sicherlich die Angst, dass die Transaktion viel zu teuer ist, auch vor dem Hintergrund der negativen Bayer/Monsanto-Erfahrungen. Ohnehin bietet der Chart der Infineon-Aktie ein Bild des Schreckens

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto Infineon Technologies AG

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