Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Stephan Daub

Im Zuge der im Frühjahr beobachteten Markterholung hat es die SAP-Aktie (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) gleich auf neues Allzeithoch gespült. Der Bestwert liegt nun bei 117,08 Euro.

In den vergangenen Wochen hat die Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA für einen kleinen Rücksetzer gesorgt. Allerdings hat sich das Papier von seinem Allzeithoch nicht weit entfernt. Während damit eine weitere Rekordjagd winkt, bleibt SAP angesichts der erreichten Kurshöhen natürlich auch der absolute deutsche Krösus in Sachen Marktkapitalisierung.

Der SAP-Börsenwert liegt aktuell bei knapp 137 Mrd. Euro. Die Nummer zwei, der Industriegase-Spezialist Linde bringt es lediglich auf rund 90 Mrd. Euro. Dahinter folgt der Industriegigant Siemens mit etwa 89 Mrd. Euro. Die SAP-Aktie hat ihren Höhenflug vor allem den starken Geschäftsaussichten für Europas größten Softwarekonzern im Bereich Cloud Computing zu verdanken.

Immer mehr Unternehmen steigen auf Softwareangebote aus dem Internet um, was den Walldorfern gute Geschäfte einbringt. Für den jüngsten Kursturbo hatten die Ergebnisse zum ersten Quartal 2019 gesorgt, obwohl SAP zwischen Januar und März seit langer Zeit wieder mit einem Verlust leben musste.

Der Nettoverlust lag bei 108 Mio. Euro, nach einem Plus von 708 Mio. Euro im Vorjahr. Für das diesjährige Minus hatte vor allem der Konzernumbau gesorgt. Als besonders teuer erwiesen sich zum Beispiel Mitarbeiterumschulungen und Abfindungen für den Gang in den Vorruhestand. Insgesamt soll die Mitarbeiterzahl jedoch weiter steigen.

Laut SAP soll diese von zuletzt 98.700 auf bis zu 105.000 im nächsten Jahr zulegen. Zudem rechnet der Konzern trotz weiterer Restrukturierungskosten für das Gesamtjahr 2019 mit einem Gewinn. Mittel- bis langfristig sollen sich zudem die eingeleiteten Sparmaßnahmen auszahlen und SAP eine höhere Profitabilität bescheren.

Schon für das laufende Geschäftsjahr konnte das Management mit einer Erhöhung der Prognose für das bereinigte Betriebsergebnis von 7,70 bis 8,00 Mrd. Euro auf nun 7,85 bis 8,05 Mrd. Euro aufwarten. Zudem sollen die die Clouderlöse in einer Spanne zwischen 6,7 und 7,0 Mrd. Euro liegen und damit im Vorjahresvergleich um währungsbereinigt 33 bis 39 Prozent zulegen.

Dabei wird sich SAP auch weiterhin schwerer Konkurrenz erwehren müssen. Neben US-Technologiegiganten wie Oracle oder Microsoft sorgt im Bereich Unternehmenssoftware vor allem Salesforce.com (WKN: A0B87V / ISIN: US79466L3024) für Furore. Einmal mehr konnte Salesforce.com ein Rekordquartal einfahren.

Zwischen Februar und April 2019 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzsprung um 24 Prozent auf 3,74 Mrd. US-Dollar. Dabei profitierte der Konzern von dem Umstand, dass Unternehmen weltweit einen Prozess, hin zu mehr Digitalisierung, angestoßen haben. Auch deshalb erwartet Salesforce.com im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatzanstieg um 21 bis 22 Prozent auf 16,10 bis 16,25 Mrd. US-Dollar. Dieser Erfolg zeigt aber auch, dass die gesamte Cloud-Industrie wächst und sich daher auch Konkurrenten von Salesforce.com wie SAP enorme Wachstumsmöglichkeiten bieten.

Anleger, die von der Stärke von SAP überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat 6x Long (WKN: MF1H2J / ISIN: DE000MF1H2J7) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC1CT2 / ISIN: DE000MC1CT26) die Gelegenheit auf fallende Kurse der SAP-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Stephan Daub

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