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Nach dem Aus der Fusionsgespräche zwischen der Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) und der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) vor sechs Wochen scheint jetzt auch eine mögliche Commerzbank-Übernahme durch die niederländische ING Groep geplatzt zu sein.

Laut der Montagsausgabe des „Handelsblatt“ wurde ein Zusammenschluss der beiden Geldhäuser angeblich bereits vor Wochen abgelehnt. Die ING Groep hätte sich demnach schon vor anderthalb Monaten gegen einen solchen Schritt entschieden.

Verhandlungen zwischen den Bankenchefs
Der Absage an die Fusion seien zwei Treffen zwischen Commerzbank-Chef Martin Zielke und dem ING-Vorstandsvorsitzenden Ralph Hamers in den zurückliegenden Monaten vorausgegangen, in denen die beiden einen potenziellen Zusammenschluss ausloteten. Die Bankenchefs hätten darüber diskutiert, ob es eine gemeinsame Vision für das Banking der Zukunft und eine Zusammenarbeit gebe. Von der Commerzbank und der ING Groep gab es bislang keine Stellungnahme dazu.

Commerzbank schwer vermittelbar
Im April waren die Fusionsgespräche zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank gescheitert. Im Anschluss gab es erfolglose Gespräche mit der UniCredit (WKN: A2DJV6 / ISIN: IT0005239360). Auch die französische Großbank BNP Paribas (WKN: 887771 / ISIN: FR0000131104) wurde als möglicher Fusionspartner gehandelt. Die deutsche Bundesregierung gilt als Befürworter einer Bankenfusion, die bei der Commerzbank noch einen Aktienanteil von 15 Prozent hält.

Aktie im Seitwärtslauf
Nachdem die Commerzbank an der Börse zwischen Januar und Ende April um 40 Prozent auf 8,11 Euro zulegte, folgte eine erneute Korrektur. Dabei setzte die Aktie bis zum vergangenen Montag auf 6,23 Euro zurück. In den vergangenen Handelstagen pendelte der Kurs dann seitwärts (aktuell: 6,29 Euro).

Deutlicher Abwärtstrend
Mit einem Abstand von -16 Prozent zur 200-Tage-Linie notiert die Commerzbank weiterhin in einem übergeordneten, deutlichen Abwärtstrend. Charttechnisch kommt es jetzt darauf an, ob die Unterstützung bei rund 6 Euro (Februar-Tief) hält. Bei einem Unterschreiten dürfte als Nächstes zügig das Dezember-2018-Tief (5,50 Euro) angesteuert werden. Die Commerzbank bleibt damit derzeit ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die auf einen Abwärtstrend der Commerzbank-Aktie setzten und sogar überproportional von fallenden Kursen profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HZ00GP / ISIN: DE000HZ00GP2) auf der Short-Seite an. Optimisten haben ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: HX9X5Z / ISIN: DE000HX9X5Z1) die Gelegenheit, auf steigende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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