Bildquelle: markteinblicke.de

Nach anhaltenden Verlusten rechnet die angeschlagene deutsche Restaurant-Kette Vapiano (WKN: A0WMNK / ISIN: DE000A0WMNK9) erst im Jahr 2021 wieder mit Gewinnen. „Das vergangene Jahr war eine Enttäuschung für uns, nun blicken wir aber nach vorne – die Finanzierung ist bis 2022 gesichert“, erklärte Vapiano-Vorstandschef Cornelius Everke am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Expansion belastet
Bei Umsatzerlösen von 372 Mio. Euro verbuchte die Pasta-Kette 2018 einen Verlust von 101 Mio. Euro. Gründe hierfür waren insbesondere hohe Abschreibungen und höhere Betriebskosten im Zuge der Expansion. Der Schuldenberg wuchs damit deutlich an. „In der Vergangenheit haben wir uns bei der Auslandsexpansion etwas verhoben, aber die Marke Vapiano ist nach wie vor erfolgreich“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Um wieder profitabel zu werden, will Everke den Konzern konsolidieren und fokussieren.

Weltweites Wachstum
Vapiano ging im Jahr 2017 an die Börse und forcierte im Anschluss eine weltweite Expansion. Im Zuge dieser ist das in Köln ansässige Unternehmen heute in 33 Ländern mit 231 Restaurants vertreten, davon befinden sich 81 in Deutschland (Stand Ende 2018).

Viele Restaurants unprofitabel
Viele der neuen Restaurants fahren Verluste ein. Im vergangenen Jahr gab es Gewinnwarnungen, und der Jahresabschluss wurde im Frühjahr 2019 mehrfach verschoben. Im Mai kam dann nach zähen Verhandlungen grünes Licht von Geldgebern für einen dringend benötigten Kredit in Höhe von 30 Mio. Euro. Mit dem Geld sind Umstrukturierungsmaßnahmen geplant. So soll die Menükarte ausgedünnt und die Arbeitsabläufe verbessert werden, um das Problem langer Warteschlangen zu lösen.

Börsen-Talfahrt
An der Börse verzeichnete Vapiano in den vergangenen Monaten eine steile Börsen-Talfahrt. Dabei ging es für die Notierungen zwischen Juni 2018 und April 2019 um 77 Prozent auf 5,10 Euro nach unten. Im Schluss konnte sich die Aktie wieder etwas erholen, wobei der Kurs in den zurückliegenden Wochen auf Höhe der 6-Euro-Marke seitwärts gependelt ist.

Short-Kandidat
Für ein neues Kaufsignal bei der Aktie müsste erst die bei 7 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurückerobert werden. Kursziel wäre dann das Zwischenhoch vom Oktober 2018 bei 8,50 Euro. Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützung bei 5 Euro. Vorerst bleibt Vapiano ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die von der Schwäche von Vapiano überzeugt sind, können mit einem Turbo-Bear-Zertifikat (WKN: HX4NT1 / ISIN: DE000HX4NT18) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben mit einem Turbo-Bull-Zertifikat (WKN: HX553E / ISIN: DE000HX553E5) die Chance, auf steigende Kurse zu setzen.

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