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Nach der geplatzten Übernahme der Commerzbank (WKN: CBK100/ ISIN: DE000CBK1001) durch die Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) schien es zunächst so, als würden andere Interessenten Schlange stehen. Dem ist aber offenbar nicht so. Also muss es die Commerzbank weiterhin auf eigene Faust versuchen. Dies wird alles andere als einfach.

Nach vielen Jahren der EZB-Nullzinspolitik hofften die europäischen Finanzinstitute, bald wieder von steigenden Zinsen zu profitieren. Allerdings sorgte die Notenbank für eine abermalige Enttäuschung. Nicht nur, dass die EZB ihre Nullzinspolitik bis mindestens Mitte 2020 fortführen möchte, nun brachte Zentralbankchef Mario Draghi sogar weitere Leitzinssenkungen ins Spiel, was zunächst den Einlagenzinssatz weiter ins Minus treiben könnte. Zu allem Überfluss kommt die sich eintrübende Konjunktur hinzu. Trotzdem gibt sich die Commerzbank nicht geschlagen.

Während das Institut zu Jahresbeginn 2019 wegen sinkender Erträge und einer höheren Steuerlast mit einem Gewinnrückgang leben musste, fiel die Entwicklung der Kundenzahl positiv aus. Das nächste Vorhaben betrifft zudem die Stärkung der Kapitalausstattung. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Vorstand die Ausgabe einer nachrangigen Anleihe beschlossen. Aufgrund der übergeordneten Marktbedingungen könnten diese Bemühungen jedoch vergeblich sein.

FAZIT. Die Commerzbank-Aktie konnte ihren Absturz zuletzt ein wenig bremsen, von einer Erholung bleibt jedoch vorerst keine Spur. Dafür müssten schon einige der großen Fragen wie die Wahl eines Fusionspartners oder der nach dem Zeitpunkt der EZB-Leitzinswende beantwortet werden. Außerdem ist das derzeitige von Unsicherheiten geprägte Marktumfeld (Brexit, Konjunktur, Handelsstreit, …) alles andere als ideal für Bankenwerte.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: GA69BK / ISIN: DE000GA69BK4) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: GA69BD / ISIN: DE000GA69BD9) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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