Bildquelle: Pressefoto © voestalpine AG

Im österreichischen Linz ist gestern eine Ära zu Ende gegangen. Der langjährige Konzernchef Dr. Wolfgang Eder hat auf der Hauptversammlung der voestalpine (WKN: 897200 / ISIN: AT0000937503) Platz für seinen Nachfolger Herbert Eibensteiner gemacht. Ein Grund für uns zurückzublicken – auf eine Führungspersönlichkeit, die seinesgleichen nicht nur in Österreich sucht.

Eder war über vier Jahrzehnte bei „der Voest“ tätig. Als Konzernchef hat er die voestalpine 15 Jahre lang geführt und in seiner gesamten Laufbahn dem Linzer Traditionsunternehmen erfolgreich den Weg vom defizitären Stahl-erzeugenden Staatsbetrieb hin zu einem börsennotierten, global aufgestellten Technologiekonzern bereitet. Wer sich einmal etwas mit der Geschichte von Wolfgang Eder und damit auch der voestalpine beschäftigen möchte, sollte sich das Abschieds-Interview bei voestalpine talk ansehen.

In diesem Interview wird einmal mehr deutlich, warum Eder so erfolgreich war und ist: Er gilt als entscheidungsfreudig und mutig, steht zu seinen Entscheidungen. Und: Egal ob populäre oder unpopuläre Maßnahmen – als Vorstand hat man mit gutem Beispiel voranzugehen. Diese Ehrlichkeit und Offenheit kommt nicht nur auf Management-Ebene sondern auch beim „kleinen“ Arbeiter an.

Klartext sprechen. Wir durften Wolfgang Eder bei mehreren Gelegenheit in den vergangenen Jahren persönlich treffen und haben ihn als eine beeindruckende Persönlichkeit erlebt, die Klartext spricht – sowohl vor als auch hinter dem Mikrofon. Für die 2018er Frühjahrs-Ausgabe von marktEINBLICKE dürften wir dann auch ein spannendes Interview mit ihm führen.

marktEINBLICKE-Mit-Herausgaber Marc O. Schmidt im Gespräch mit voestalpine-CEO Wolfgang Eder im März 2018

Die offene Art, das nicht um den heißen Brei herum reden, wird auch in seinen zahlreichen Interviews anlässlich seines Abschieds deutlich. Lesenswert ist unter anderem dieses Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. Überhaupt war die „saubere“ Kommunikation des gesamten Unternehmens nach außen Eder immer ein wichtiges Anliegen. Die zahlreichen Auszeichnungen der Konzernkommunikation in allen Ebenen ist dafür ein sichtbarer Beweis.

Finanzplatz Österreich. Den Verdienst von Wolfgang Eder für die voestalpine, aber auch für den Finanzplatz Österreich, kann man gar nicht hoch genug einstufen. Aus einem pleitegegangenen Staatsbetrieb wird schließlich nur selten ein international angesehener Technologiekonzern. Dass das alles nicht allein geht, hat Wolfgang Eder stets auch bekräftigt. Ohne Mitarbeiter, die einem vertrauen, funktioniert so ein Sanierungs- und Umwandlungschritt nicht.

Und wie könnte man dieses Vertrauen besser darstellen als in eine direkte Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg eines Unternehmens. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der voestalpine ist europaweit einzigartig und zeigt einmal mehr, wie sinnvoll das Engagement in Aktien ist. Heute sind die Mitarbeiter mit rund 14 Prozent zweitgrößter Aktionär der voestalpine. Es lebe der langfristige Vermögensaufbau mit Aktien (vom eigenen Unternehmen) – besser geht es nicht.

Nun hat Eder also Platz gemacht an der Konzernspitze. Dennoch wird er nicht ganz verschwinden. Als Aufsichtsrat bei voestalpine und Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) wird er auch künftig als Berater von sich Reden machen können. Insofern müssen Aktionäre also nicht ganz auf Eder verzichten. Der Aktie dürfte dies keineswegs schaden.

Wir sagen auf diesem Weg, danke lieber Dr. Eder für eine vertrauensvolle redaktionelle Arbeit sowie eine spannende und aufrichtige Konzernkommunikation mit Ihnen und Ihrer voestalpine. Wir wünschen Ihnen alles Liebe und Gute ab heute – abseits des CEO-Büros hoch oben im voestalpine-Turm zu Linz.

In diesem Sinne, liebe Leser,
Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Zum Schluss noch ein Hinweis: Wer aktuell noch an seinem Aktiendepot herumlaboriert: Mit Blick auf das beginnende dritte Quartal bietet sich auch immer ein Vergleich der zahlreichen Depot-Angebote an. Manchmal kann man tatsächlich Geld sparen…

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Bildquellen: Pressefoto © voestalpine AG / markteinblicke.de

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[…] Marktbedingungen leidet, wurde im Juni-Quartal noch deutlicher. Kein leichter Start also für den neuen Konzernchef Herbert […]

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[…] sein mag, wird es noch viele Jahre dauern, bis er in der Stahlproduktion eingesetzt werden kann. Der neue voestalpine-Chef, Herbert Eibensteiner, sagte in einem Pressegespräch, dass Wasserstoff für die voestalpine wohl […]