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Die Bekanntgabe der erfolgreichen Akquisition von Just Biotherapeutics („Just.Bio“) durch Evotec (WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809) hatte der Aktie zuletzt neuen Auftrieb beschert. Nun gibt es vom Hamburger Biotech-Unternehmen schon wieder positive Nachrichten zu vermelden.

Neues Krebsarznei-Unternehmen
Der im MDAX und im TecDAX notierte Konzern wird die Forschung im Bereich Krebstherapien in eine separate Gesellschaft auslagern und hat zur Finanzierung einen neuen Partner gefunden. Das Spin-off-Unternehmen Breakpoint Therapeutics GmbH wird sich auf die Entwicklung von Evotecs Portfolio im Sektor DNA-Schadensantwort (engl. DNA damage response, DDR) konzentrieren. Dieser Bereich umfasst frühphasige Entwicklungsprojekte mit breiter therapeutischer Anwendbarkeit in verschiedenen Krebsarten.

Investorenkonsortium steht zur Finanzierung bereit
Zur Finanzierung der dazu nötigen 30 Mio. Euro hat sich ein Investorenkonsortium bereit erklärt, das sich aus Medicxi, einem Investmentunternehmen mit Fokus auf den Lifescience-Bereich, Taiho Ventures, dem Venture-Capital-Zweig von Taiho Pharmaceutical, und Evotec zusammensetzt. Evotec soll dabei weniger als 50 Prozent des neuen Unternehmens besitzen.

Erstes neues Prüfpräparat im Jahr 2022
Laut Evotec wird sich Breakpoint Therapeutics zunächst auf die Entwicklung mehrerer bei Evotec initiierter Wirkstoffentwicklungsprogramme konzentrieren. Das Ziel besteht darin, frühphasige Forschungsprojekte schnell durch die ersten Forschungs- und die präklinischen Entwicklungsphasen zu bringen und im Jahr 2022 ein erstes neues Prüfpräparat anzumelden.

Vielversprechender Ansatz
„Medikamente, die die DNA-Schadensantwort modulieren, sind ein vielversprechender Ansatz, um vielen Patienten zu helfen, die auf aktuell verfügbare Therapien nicht ansprechen. Tatsächlich gehört die Modulation der DNA-Schadensantworten zu den aufregendsten neuen Ansätzen, um die Erfolgsrate von Krebstherapien zu verbessern“, erklärte Daniel Speidel, Geschäftsführer von Breakpoint Therapeutics.

DNA-Schadensantworten
Bei DNA-Schadensantworten handelt es sich um Signalwege, die es Zellen ermöglichen, Schäden an ihrer DNA zu erfassen und auf diese zu reagieren. Die meisten aktuellen Krebstherapien, wozu auch Bestrahlung und Chemotherapie gehören, verursachen DNA-Schäden und haben das Ziel, Krebszellen abzutöten. Viele Krebszellen zeichnen sich aber durch genetische Veränderungen der DDR-Signalwege aus. Durch diese Änderungen schlagen bestehende Therapien oftmals nicht an.

Massives charttechnisches Kaufsignal
An der Börse wurde die Ankündigung von Evotec zum Handelsstart am Montagmorgen positiv aufgenommen. Die Aktie kletterte auf rund 26 Euro und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2001, bevor der Kurs im weiteren Tagesverlauf eine technische Verschnaufpause einlegte. Charttechnisch ist der Weg damit frei bis zur runden 30-Euro-Marke. Mittelfristig eröffnet sich so ein weiteres Gewinnpotenzial von 17 Prozent.

Anleger, die von der Stärke von Evotec überzeugt sind, können mit einem Turbo Long auf Evotec (WKN: MF9KJ1 / ISIN: DE000MF9KJ15) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Turbo Short (WKN: MC111W / ISIN: DE000MC111W2) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

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